Nach tödlichen Unfällen: Poller schützen Münchner Tramhaltestelle Donnersbergerstraße
Poller schützen Tramhaltestelle nach tödlichen Unfällen

Nach tödlichen Unfällen: Poller schützen Münchner Tramhaltestelle Donnersbergerstraße

Im Mai 2025 ereignete sich an der Tramhaltestelle Donnersbergerstraße in München ein tragischer Unfall, der zwei Menschen das Leben kostete. Knapp elf Monate später, im März 2026, haben die Stadtwerke München (SWM) nun als endgültige Schutzmaßnahme Poller installiert, die das Wartehäuschen vor weiteren Anprallunfällen schützen sollen.

Tödlicher Unfall im Mai 2025: Zwei Todesopfer zu beklagen

Am 7. Mai 2025 fuhr ein 52-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Miesbach mit seinem BMW frontal in die Tramhaltestelle nahe der Donnersbergerbrücke. Zuvor war das Fahrzeug auf der Arnulfstraße mit einem Kleintransporter kollidiert und dadurch von der Fahrbahn abgekommen. Bei dem Unfall wurden mehrere Personen, die an der Haltestelle auf die Tram warteten, verletzt, drei davon schwer. Eine 22-jährige Studentin aus China und eine 79-jährige Rentnerin erlagen Tage später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Gegen den 52-jährigen Autofahrer wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, wie die Polizei bestätigte.

Zweiter Unfall im November 2025: Vorläufige Schutzwände installiert

Genau ein halbes Jahr später, am 7. November 2025, ereignete sich an derselben Tramhaltestelle erneut ein schwerer Unfall. Der VW einer 23-jährigen Autofahrerin kollidierte auf der Arnulfstraße mit einem Lkw. Durch den Aufprall wurde der VW von der Straße geschleudert, prallte gegen das Wartehäuschen der Tramhaltestelle und kam mit dem Fahrzeugheck in den Tramgleisen zum Stehen. Die 23-Jährige erlitt leichte Verletzungen, weitere Personen kamen nicht zu Schaden. Nach diesem zweiten Vorfall installierten die SWM im November 2025 Beton-Schutzwände als vorläufige Lösung.

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Endgültige Lösung: Poller als Anprallschutz

Die nun errichteten Poller ersetzen diese provisorischen Betonwände und sind speziell darauf ausgelegt, im Falle eines Unfalls die kinetische Energie eines Autos aufzufangen. Diese dauerhafte Maßnahme soll künftig die Sicherheit der wartenden Fahrgäste deutlich erhöhen. Nach dem tödlichen Unfall im Mai 2025 waren die Rufe nach wirksamen Sicherheitsmaßnahmen lauter geworden. Nikolaus Breitner, 1. Vorsitzender des Straßenbahnfreunde e. V., hatte unter anderem die Möglichkeit genannt, Fahrbahnen im Haltestellenbereich zu verschmälern, um Fahrer zu einer geringeren Geschwindigkeit zu zwingen, und eine Diskussion über eine eingeschränkte Nutzung von SUV und Jeeps im Stadtgebiet angeregt.

Die Installation der Poller durch die SWM markiert nun einen konkreten Schritt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit an dieser neuralgischen Stelle. Die Maßnahme unterstreicht die Dringlichkeit, solche Unfallschwerpunkte in städtischen Bereichen durch bauliche Veränderungen zu entschärfen und so das Risiko für Fußgänger und öffentliche Verkehrsteilnehmer zu minimieren.

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