S-Bahn-Chef-Rochade: München verliert Büttner an Berlin, Stuttgart schickt Nachfolger
S-Bahn-Chef-Rochade: Büttner wechselt von München nach Berlin

Großes Personalkarussell bei deutschen S-Bahn-Gesellschaften

In einer bemerkenswerten Personalrochade innerhalb der Deutschen Bahn wechselt der bisherige Münchner S-Bahn-Chef Heiko Büttner zum 1. April nach Berlin. Dort übernimmt er die Nachfolge des im November verstorbenen langjährigen Berliner S-Bahnchefs Peter Buchner. Diese Entscheidung wurde von der Deutschen Bahn offiziell bestätigt, nachdem bereits mehrere Medien darüber berichtet hatten.

Nachfolge in München bereits geregelt

Für die vakante Position in München steht mit Matthias Glaub bereits ein erfahrener Nachfolger bereit. Glaub war zuvor als Leiter der Stuttgarter S-Bahn tätig und wechselt nun in die bayerische Landeshauptstadt. Seine bisherige Position in Stuttgart wird wiederum von Nina Hutwagner übernommen, die bisher in Frankfurt als Leiterin für Fahrplan und Verkehrsleitung die bundesweite Zugverkehrssteuerung im Fernverkehr verantwortete.

Büttners Bilanz in München

Heiko Büttner leitete seit 2017 die Münchner S-Bahn und konnte in dieser Zeit bedeutende Erfolge vorweisen. Unter seiner Führung wurde der erste Münchner S-Bahn-Vertrag mit dem Freistaat Bayern erfolgreich abgeschlossen. Dieser Vertrag bildet die Grundlage für mehrere Großprojekte, darunter die Beschaffung neuer XXL-Fahrzeuge, den Bau von zwei neuen Werken und die Errichtung einer modernen Leitstelle. Neben seiner Funktion als S-Bahn-Chef war Büttner auch Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern. Wer diese wichtige Rolle künftig übernehmen wird, steht laut Unternehmensangaben noch nicht fest.

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Herausforderungen in Berlin

In Berlin erwartet den neuen S-Bahn-Chef eine anspruchsvolle Aufgabe. Die dortige S-Bahnflotte gilt als überaltert und bedarf dringend der Erneuerung. Die Bestellung neuer Fahrzeuge ist jedoch eng mit einer komplexen Ausschreibung für große Teile des Berliner S-Bahnverkehrs verbunden, die sich bereits seit Jahren hinzieht. Zusätzlich belasten infrastrukturelle Probleme den S-Bahnverkehr in der Hauptstadt seit Monaten erheblich und führen zu regelmäßigen Betriebsbeeinträchtigungen.

Trauer um Peter Buchner

Der verstorbene Berliner S-Bahnchef Peter Buchner war im vergangenen November nach schwerer Krankheit im Alter von nur 58 Jahren gestorben. Er hatte 16 Jahre lang als Vorsitzender der Geschäftsführung die Berliner S-Bahn geleitet und prägte damit eine ganze Ära des öffentlichen Nahverkehrs in der deutschen Hauptstadt. Sein plötzlicher Tod hatte eine längere Vakanz in der Führungsposition verursacht, die nun mit der Berufung von Heiko Büttner geschlossen wird.

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