Zwei schwere Verkehrsunfälle in Thüringen durch Sekundenschlaf verursacht
Im Saale-Orla-Kreis und in Erfurt haben sich innerhalb kurzer Zeit zwei schwere Verkehrsunfälle ereignet, die beide auf Sekundenschlaf der Fahrer zurückzuführen sind. Die Polizei meldet eine schwer verletzte Autofahrerin und ein komplett ausgebranntes Fahrzeug.
Schwerverletzte nach Sekundenschlaf bei Neustadt an der Orla
Eine 51-jährige Autofahrerin ist bei einem folgenschweren Verkehrsunfall im Saale-Orla-Kreis schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war die Frau mit ihrem Pkw von Neunhofen in Richtung Neustadt an der Orla unterwegs, als sie am Steuer kurzzeitig einschlief. Infolge dieses Sekundenschlafs kam das Fahrzeug von der Fahrbahn ab und landete im Straßengraben.
Die Feuerwehr musste die eingeklemmte Fahrerin aus ihrem Auto befreien. Anschließend wurde sie mit schweren Verletzungen in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert. Ihr Fahrzeug erlitt dabei einen Totalschaden und musste abgeschleppt werden.
Vollbrand nach Sekundenschlaf-Unfall in Erfurt
Nur kurze Zeit später kam es auch in Erfurt zu einem dramatischen Unfall, der ebenfalls durch Sekundenschlaf verursacht wurde. Ein 21-jähriger Fahrer befuhr am Samstagmorgen die Erfurt Ostumfahrung in Richtung Autobahn 71, als er kurz am Steuer wegdöste.
Sein Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab, durchbrach dabei zwei Leitplanken und kam schließlich im Straßengraben zum Stehen. Noch dramatischer entwickelte sich die Situation, als das Auto Feuer fing und komplett ausbrannte. Der junge Mann und sein Beifahrer konnten sich glücklicherweise rechtzeitig aus dem brennenden Fahrzeug retten und erlitten nur leichte Verletzungen.
Polizei warnt vor den Gefahren von Müdigkeit am Steuer
Die Thüringer Polizei weist nach diesen beiden Vorfällen eindringlich auf die Gefahren von Müdigkeit und Sekundenschlaf im Straßenverkehr hin. Bereits kurze Aussetzer der Aufmerksamkeit können zu schwerwiegenden Unfällen führen, wie die beiden Beispiele deutlich zeigen.
Die Beamten raten allen Autofahrern:
- Ausreichend Pausen während längerer Fahrten einzulegen
- Bei ersten Anzeichen von Müdigkeit sofort eine Rast zu machen
- Keine riskanten Übermüdungsfahrten zu unternehmen
- Im Zweifelsfall lieber eine Übernachtung einzuplanen
Beide Unfälle werden derzeit von den zuständigen Polizeidienststellen weiter untersucht. Die genauen Unfallursachen und eventuelle weitere Folgen werden in den kommenden Tagen ermittelt.



