Sprayer-Aktion bei Mammendorf: 70 Züge mit 2622 Verspätungsminuten am Montagnachmittag
Sprayer-Aktion bei Mammendorf: 70 Züge mit massiven Verspätungen

Sprayer-Aktion bei Mammendorf löst massive Zugverspätungen aus

Am Montagnachmittag kam es auf der Bahnstrecke zwischen München und Augsburg zu erheblichen Behinderungen im Zugverkehr. Grund dafür war eine Sprayer-Aktion, die zu einer fast anderthalbstündigen Sperrung der Strecke führte. Zahlreiche Fahrgäste saßen in Zügen und S-Bahnen vor München-Pasing fest, während die Bundespolizei nach den Tätern fahndete.

Vorfall und unmittelbare Folgen

Gegen 16.45 Uhr besprühten bislang unbekannte Täter eine Lärmschutzwand entlang der Bahnstrecke auf Höhe Mammendorf in Graffitimanier. Nur fünf Minuten später, um 16.50 Uhr, beobachtete der Triebfahrzeugführer einer vorbeifahrenden S-Bahn die zwei Sprayer und meldete den Vorfall über die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn AG an die Bundespolizeiinspektion München.

In der Folge leitete die Bundespolizei umgehend Fahndungsmaßnahmen ein, die eine Sperrung der Bahnstrecke von 16.55 Uhr bis 18.09 Uhr erforderlich machten. Während dieser 74 Minuten kam der Zugverkehr in beide Richtungen völlig zum Erliegen, was zu erheblichen bahnbetrieblichen Auswirkungen führte.

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Ausmaß der Beeinträchtigungen

Insgesamt waren 70 Züge von den Verzögerungen betroffen, wobei sich insgesamt 2622 Verspätungsminuten anhäuften. Neben den Verspätungen kam es zu zwei Komplettausfällen sowie acht Teilausfällen von Zugverbindungen. Fahrgäste berichteten von Verspätungen ihrer Züge von bis zu anderthalb Stunden, während in betroffenen ICE-Zügen zunächst sogar bis zu zwei Stunden Verspätung angezeigt wurden.

Die besprühte Fläche betrug laut Bundespolizei rund neun Quadratmeter, der entstandene Sachschaden wird auf etwa 1800 Euro geschätzt. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen wurde der Bereich unter anderem mit einem Personenspürhund abgesucht, doch die Täter konnten nicht gefasst werden.

Ermittlungen und weitere Details

Die Bundespolizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und nimmt Hinweise zu verdächtigen Personen oder Beobachtungen entgegen. Bisher gibt es keine konkreten Hinweise auf die Identität der Täter. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 089/5155500 mit Informationen melden.

Der Vorfall zeigt erneut, wie schnell vermeintlich kleinere Vergehen wie Graffiti-Sprayereien zu massiven Beeinträchtigungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr führen können. Hunderte bis tausende Fahrgäste waren von den Auswirkungen betroffen und mussten teils erhebliche Wartezeiten in Kauf nehmen.

Wiederaufnahme des Verkehrs

Gegen 18.15 Uhr meldete die Bundespolizei, dass der Verkehr von Fernzügen und S-Bahnen wieder aufgenommen werden konnte. Die gesichteten Sprayer waren zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits über alle Berge und die Fahndung lief weiter. Für viele Fahrgäste bedeutete der Vorstand dennoch einen erheblichen Zeitverlust und Unannehmlichkeiten auf ihrem Heimweg am frühen Abend.

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