Spritpreise nur minimal gesunken: ADAC kritisiert Mineralölkonzerne für zu hohe Preise
Spritpreise minimal gesunken: ADAC kritisiert Mineralölkonzerne

Spritpreise zeigen nur minimale Entspannung am Sonntag

Der Blick auf die Tankstellenanzeigen bleibt für Autofahrer schmerzhaft – die Kraftstoffpreise verharren weiterhin auf hohem Niveau. Am Sonntag gab es lediglich eine minimale Entspannung: Die aktuellen Durchschnittswerte des ADAC zeigen, dass der 12-Uhr-Preis für Super E10 bei 2,164 Euro pro Liter lag, während Diesel 2,364 Euro kostete. Dies bedeutet einen Rückgang von lediglich einem Cent im Vergleich zum Vortag.

Gewohntes Muster: Günstige Vormittagsstunden gefolgt von deutlichem Preisanstieg

Wie gewohnt zeigte sich auch am Sonntag das bekannte Muster: In den Vormittagsstunden konnten Autofahrer noch zu günstigeren Konditionen tanken. Gegen 11:45 Uhr lagen die Preise für Super E10 bei 2,071 Euro und für Diesel bei 2,267 Euro. Kurz nach 12 Uhr verteuerten sich die Kraftstoffe jedoch um bis zu 9,7 Cent pro Liter, was die starken täglichen Schwankungen unterstreicht.

Eine ADAC-Sprecherin äußerte sich kritisch zur aktuellen Preispolitik: „Die Preise steigen erneut an. Nach Einschätzung unserer Experten und gemessen am Ölpreis sowie am Euro-Dollar-Wechselkurs liegen die Preise nach wie vor zu hoch. Die Mineralölkonzerne nutzen die Spielräume für Preissenkungen nicht ausreichend.“

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Mittwoch als günstigster Tag der Woche

Nach der Waffenruhe im Nahen Osten am Mittwoch war der Ölpreis deutlich gefallen – und mit ihm erstmals seit fast zwei Wochen auch die Spritpreise. Laut ADAC sank der Durchschnittspreis für Super E10 auf 2,155 Euro pro Liter, was einem Minus von 3,3 Cent entspricht. Diesel verbilligte sich um 2,8 Cent auf 2,419 Euro – der erste Rückgang nach zwölf Tagen mit kontinuierlich steigenden Preisen.

Trotz dieser kurzen Entlastung blieb das Preisniveau insgesamt hoch. Anfang der Woche lag Diesel im Tagesvergleich noch rund 14 Cent über dem Freitag zuvor, bei Super E10 waren es etwa neun Cent mehr. Diese Entwicklung verdeutlicht die Volatilität des Marktes.

Ölpreis bleibt entscheidender Faktor für künftige Entwicklung

Für die weitere Preisentwicklung bleibt der Ölpreis der maßgebliche Faktor. Der maßgebliche Brent-Preis ist am Freitag zwar um rund 4,5 Prozent gefallen. Ob diese Entspannung in den kommenden Tagen auch bei den Spritpreisen ankommt, ist jedoch ungewiss. Die Mineralölkonzerne scheinen die Spielräume für Preissenkungen bisher nur zögerlich zu nutzen.

Für Autofahrer gilt weiterhin der Rat: Wer zur richtigen Tageszeit tankt – idealerweise in den Vormittagsstunden – kann mehrere Cent pro Liter sparen. Gleichzeitig zeigen die starken Schwankungen, wie nervös und schwer berechenbar der Kraftstoffmarkt derzeit ist. Die Diskrepanz zwischen gefallenem Ölpreis und nur minimal gesunkenen Spritpreisen gibt Anlass zur Kritik an den Preisgestaltungsmechanismen der Mineralölindustrie.

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