Verdi ruft zu Streik auf: Regionalverkehr in Sachsen-Anhalt steht am Montag still
Streik in Sachsen-Anhalt: Keine Busse am Montag

Regionalverkehr in Sachsen-Anhalt: Verdi ruft zu ganztägigem Streik auf

Am kommenden Montag werden in mehreren Regionen Sachsen-Anhalts die Busse stillstehen. Die Gewerkschaft Verdi hat zum ganztägigen Arbeitskampf im Regionalverkehr aufgerufen, nachdem die Tarifgespräche erneut ins Stocken geraten sind. Betroffen sind zahlreiche Verkehrsunternehmen, die für den öffentlichen Nahverkehr in dem Bundesland zuständig sind.

Betroffene Regionen und Unternehmen

Der Streik betrifft acht verschiedene Verkehrsgesellschaften, die in wichtigen Gebieten Sachsen-Anhalts operieren. Dazu gehören die BördeBus Verkehrsgesellschaft mbH, die Halberstädter Verkehrsgesellschaft (HVG) GmbH sowie die Harzer Verkehrsbetriebe. Ebenfalls im Fokus stehen die Kreisverkehrsgesellschaft Salzland mbH, der Personennahverkehr Burg, die Personennahverkehr mbH Genthin, die PVGS Altmarkkreis Salzwedel GmbH und die Stendalbus GmbH.

Diese Unternehmen decken Regionen wie die Altmark, den Harz, die Börde und das Jerichower Land ab. Für Pendler und Reisende bedeutet dies erhebliche Einschränkungen, da der Busverkehr in diesen Gebieten komplett zum Erliegen kommen wird.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Forderungen der Gewerkschaft Verdi

Laut Verdi stehen bei den Tarifverhandlungen vor allem Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im Mittelpunkt. Die Gewerkschaft fordert eine deutliche Reduzierung der maximalen Dienstschichtlänge von derzeit 12,5 Stunden auf nur noch 9 Stunden. Zudem sollen die Ausgleichszeiträume für Mehrarbeit und Überstunden verkürzt werden, um den Beschäftigten eine zeitnahe Erholung zu ermöglichen.

„Die Beschäftigten brauchen ihre Erholung nicht erst nach sechs Monaten, sondern zeitnah“, betont Verdi in einer Stellungnahme. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Forderung nach 30 Tagen Urlaub bereits beim Berufseinstieg, was eine deutliche Verbesserung gegenüber aktuellen Regelungen darstellen würde.

Stockende Verhandlungen und Vertagung

Die Tarifgespräche im Regionalverkehr sind nach Angaben der Gewerkschaft festgefahren. Verdi kritisiert, dass die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hätten. „Die Verhandlungen wurden nun bis Mai 2026 vertagt. Auch daran zeigt sich, welchen Stellenwert die berechtigten Forderungen der Beschäftigten für die Unternehmensführungen derzeit haben“, erklärte die Gewerkschaft.

Diese Vertagung wird von Verdi als Zeichen dafür gewertet, dass die Anliegen der Mitarbeiter im regionalen Nahverkehr nicht ausreichend berücksichtigt werden. Die Gewerkschaft betont, dass die Beschäftigten mit dem Streik ihre berechtigten Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und fairen Tarifvereinbarungen durchsetzen wollen.

Für die betroffenen Regionen bedeutet der Streik am Montag erhebliche Verkehrseinschränkungen. Reisende und Pendler müssen sich auf alternative Transportmöglichkeiten einstellen oder ihre Fahrten verschieben. Die genauen Auswirkungen auf den regionalen Verkehr werden sich im Laufe des Tages zeigen, doch bereits jetzt ist mit erheblichen Beeinträchtigungen zu rechnen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration