Wilde 3:3-Partie: Heidenheim und Leverkusen liefern spektakulären Bundesliga-Schlagabtausch
Heidenheim und Leverkusen trennen sich 3:3 in wilder Partie

Wilde zweite Halbzeit: Heidenheim und Bayer Leverkusen trennen sich 3:3

In einer spektakulären Partie der Fußball-Bundesliga gab es zwischen dem 1. FC Heidenheim und Bayer Leverkusen keinen Sieger. Die Begegnung endete mit einem packenden 3:3, nachdem Leverkusen zweimal in Führung gelegen hatte. Der Tabellenletzte Heidenheim fand stets eine Antwort und sendete damit ein deutliches Lebenszeichen im fast aussichtslosen Abstiegskampf.

Leverkusen verpasst Chance im Kampf um die Champions League

Nur fünf Tage nach dem Achtelfinal-Aus in der Champions League musste Bayer Leverkusen in der Bundesliga den nächsten Dämpfer hinnehmen. Der Vizemeister verspielte in einer wilden zweiten Halbzeit zwei Führungen und musste sich letztlich mit einem Unentschieden beim Tabellenletzten zufriedengeben. Trotz der Tore von Malik Tillman in der 22. Minute und zweimal Patrik Schick in der 35. und 79. Minute verpasste es Bayer, im Kampf um die erneute Qualifikation für die Königsklasse den Druck auf die Konkurrenten zu erhöhen.

Heidenheims Absturz in die Zweitklassigkeit dürfte mit dem 14. sieglosen Spiel nacheinander und neun Punkten Rückstand auf den Relegationsrang 16 dagegen nur noch schwer zu verhindern sein. Dennoch zeigten die Treffer von Patrick Mainka in der 56. Minute und des zweimal erfolgreichen Marvin Pieringer in der 72. und 85. Minute, dass die Moral in der Mannschaft intakt ist.

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Torwartwechsel bei Bayer Leverkusen

Bayer-Coach Kasper Hjulmand hatte in der kurzen Zeit nach dem Ende des Europapokal-Abenteuers beim FC Arsenal zunächst ein Geheimnis daraus gemacht, ob der in London glänzend aufgelegte Torhüter Janis Blaswich vom wieder fitten Mark Flekken verdrängt werden könnte. „Es ist eine schwierige Wahl“, hatte der Däne gesagt – und sich letztlich für Flekken entschieden.

Der Rückkehrer stand nach etwas mehr als zwei Monaten wieder zwischen den Pfosten und wurde in der Anfangsphase in puncto Strafraumbeherrschung direkt geprüft. Danach hatte Flekken wie schon im Hinspiel erst einmal wenig zu tun. Beim 6:0 in Leverkusen hatte Bayer innerhalb der ersten 27 Minuten vier Treffer erzielt. „Das war schwer zu ertragen“, erinnerte sich FCH-Trainer Frank Schmidt.

Heidenheims Trainer bleibt an Bord

Nachdem in dieser Woche Gerüchte über seine persönliche Zukunft aufgekommen waren, hatte Schmidt tags zuvor für Klarheit gesorgt. „Auf mich kann man sich verlassen, ich bleibe Trainer in Heidenheim und werde meinen Vertrag erfüllen“, erklärte der mit Abstand dienstälteste Bundesliga-Coach. Gebunden ist er an den FCH noch bis 2027.

Spielverlauf: Von der Kontrolle zur wilden Offensive

Wie erwartet kontrollierten die Gäste von Bayer Leverkusen das Spiel und erzielten mit der ersten gefährlichen Aktion die Führung durch Tillman. Schmidt haderte und saß mit verschränkten Armen auf der Trainerbank. Seine Mannschaft stand tief und schaffte es nur selten, sich zu befreien. Das half den Leverkusenern, die durch den sträflich alleingelassenen Schick nachlegten.

Wie so häufig in dieser Saison schien den Gastgebern auch das Matchglück zu fehlen: Unmittelbar nach Wiederanpfiff traf der eingewechselte Julian Niehues nur den Pfosten. Doch wenig später ließ der aufgerückte Mainka den Außenseiter hoffen. Die schnelle Antwort verpasste Nathan Tella, dessen Schuss von Torhüter Diant Ramaj noch an die Latte gelenkt wurde.

Heidenheim wittert seine Chance und erzielt den Ausgleich

Die Heidenheimer witterten nun ihre Chance und setzten durch die Einwechslungen Sirlord Conteh und Marvin Pieringer auf volle Offensive. Pieringer entwischte Robert Andrich und holte einen Strafstoß heraus, den er dann selbst verwandelte. Freuen durften sich die Hausherren allerdings nur wenige Minuten. Nach einem Eckball war erneut Schick zur Stelle. Aber auch dieser Treffer verlieh den Gästen nicht die nötige Sicherheit. Kurz vor dem Ende sorgte Pieringer für das 3:3, das von den Heidenheimer Fans wie ein Sieg bejubelt wurde.

Insgesamt bot die Partie ein faszinierendes Schauspiel mit sechs Toren und zahlreichen Wendungen, das die Bundesliga einmal mehr als spannende und unberechenbare Liga präsentierte.

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