TÜV-Termin überzogen? Diese Strafen und Risiken drohen bei verspäteter Hauptuntersuchung
TÜV-Termin überzogen? Strafen und Risiken bei verspäteter HU

HU-Prüfung verpasst? Das sind die Konsequenzen bei überzogenem TÜV-Termin

Alle zwei Jahre müssen Pkw, Motorräder und Anhänger zur Hauptuntersuchung bei TÜV, DEKRA oder KÜS – Neuwagen erstmals nach drei Jahren. Bei dieser Prüfung werden über 150 Prüfpunkte abgearbeitet, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Doch was passiert, wenn der Termin verpasst wird? Die Folgen können schnell teuer werden und reichen von Bußgeldern bis hin zu Punkten im Fahreignungsregister.

Wie lange darf ich den TÜV-Termin überziehen?

Viele Autofahrer fragen sich, wie lange sie den TÜV-Termin überziehen dürfen, oft erst, wenn die Hauptuntersuchung bereits überfällig ist. Tatsächlich darf der Termin für die HU grundsätzlich nicht überzogen werden, wie §29 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) regelt. Die HU-Plakette am hinteren Nummernschild zeigt das Jahr und den Monat der nächsten Fälligkeit an, wobei der Monat in der Zwölf-Uhr-Position steht.

Überzogener HU-Termin als Ordnungswidrigkeit

Wer den Termin verstreichen lässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Ein Bußgeld droht laut Bußgeldkatalog jedoch erst, wenn der Termin um mehr als zwei Monate überzogen wird. Beispiel: Endet die Frist im Oktober 2026, muss das Auto bis spätestens 31. Oktober zur HU. Ein Bußgeld fällt erst ab 1. Januar 2027 an, und nur, wenn man ohne gültige HU bei einer Verkehrskontrolle auffällt. Prüfstationen wie TÜV oder DEKRA melden den Verzug nicht an Behörden.

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Eine Ausnahme gilt für Fahrzeuge, die regelmäßigen Sicherheitsprüfungen unterliegen, wie Taxen: Hier droht schon ab dem ersten Tag nach Fristablauf ein Bußgeld.

Diese Strafen drohen bei überzogenem TÜV-Termin

Die Bußgelder und Punkte variieren je nach Verzugszeitraum:

  • Für Pkw, Motorräder und leichte Anhänger:
    • Mehr als 2 Monate: 15 Euro
    • 4 bis 8 Monate: 25 Euro
    • Mehr als 8 Monate: 60 Euro und 1 Punkt
  • Für Fahrzeuge mit Sicherheitsprüfung:
    • Bis zu 2 Monate: 15 Euro
    • 2 bis 4 Monate: 25 Euro
    • 4 bis 8 Monate: 60 Euro und 1 Punkt
    • Mehr als 8 Monate: 75 Euro und 1 Punkt

Was passiert beim Unfall mit abgelaufener HU?

Ein verbreiteter Irrglaube ist, dass die HU um bis zu zwei Monate überzogen werden darf. Dies ist falsch! Die Hauptuntersuchung dient dazu, gefährliche Mängel rechtzeitig aufzudecken. Wer ein Auto mit technischen Mängeln fährt, gefährdet die eigene Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmer. Bei einem Unfall kann dies zu einer Mitschuld führen, selbst wenn der Unfall nicht selbst verschuldet wurde.

Beispiel: Bei verschlissenen Bremsscheiben, die bei einer fälligen HU hätten erkannt werden müssen, kann es zu einer Teilschuld kommen, wenn ein anderer Fahrer die Vorfahrt nimmt. Dies kann zu höheren Schadenskosten führen, falls keine Kaskoversicherung einspringt, und zu einem Zurückstufen in der Schadenfreiheitsklasse, was langfristig höhere Versicherungskosten nach sich zieht.

Fazit: Risiken vermeiden durch pünktliche HU

Die HU sollte keinesfalls überzogen werden, da dies die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gefährdet und selbst bei unverschuldeten Unfällen teure Folgen haben kann. Pünktliche Prüfungen sind essenziell, um Bußgelder, Punkte und finanzielle Einbußen zu vermeiden.

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