Schwerer Verkehrsunfall in Demmin: Alkohol als mutmaßliche Ursache
Ein schwerer Verkehrsunfall mit einem mutmaßlich alkoholisierten Fahrer hat am Donnerstag, dem 19. März, in Demmin für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Der Vorfall ereignete sich auf der Loitzer Straße in Höhe des ehemaligen „Weißen Krankenhauses“ und führte zur vollständigen Sperrung der Bundesstraße B 194 bis in die Abendstunden.
Trümmerfeld und Rettungseinsatz
Gegen 17 Uhr wurde die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg über einen Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Holztransporter informiert. Polizei, Rettungsdienst und die Freiwillige Feuerwehr Demmin rückten umgehend aus. Am Unfallort fanden sie ein Trümmerfeld vor, das nach Angaben von Wehrführer Felix Schliwa Schlimmes befürchten ließ.
Nach ersten Ermittlungen war der 43-jährige Pkw-Fahrer auf der Loitzer Straße stadtauswärts unterwegs und geriet in einer Rechtskurve in den Gegenverkehr. Dort kollidierte er mit einem entgegenkommenden Holztransporter, der nicht mehr ausweichen konnte. Die Polizei geht davon aus, dass Alkoholeinfluss die Ursache für das Abkommen von der Fahrbahn war.
Fahrer mit extrem hohem Promillewert
Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde bei dem Pkw-Fahrer ein Atemalkoholwert von 2,87 Promille festgestellt. Daraufhin ordneten die Beamten eine Blutprobenentnahme an und stellten seinen Führerschein sicher. Der Fahrer war in seinem schwer beschädigten Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Freiwillige Feuerwehr Demmin befreit werden. Nach der Öffnung der Fahrzeugtür konnte er zur weiteren Untersuchung ins Kreiskrankenhaus Demmin gebracht werden.
13-jähriger Junge auf Beifahrersitz
Auf dem Beifahrersitz befand sich ein 13-jähriger Junge, der ebenfalls durch die Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit wurde. Obwohl er bei dem Aufprall leichte Verletzungen erlitt, lehnte er einen Krankenhausaufenthalt ab und wurde von seinen Eltern vom Unfallort abgeholt. Der Fahrer des Lkw blieb unverletzt. Alle beteiligten Personen sind deutsche Staatsangehörige.
Umfangreiche Bergungs- und Aufräumarbeiten
Die Unfallaufnahme wurde durch Kräfte der Besonderen Verkehrsüberwachung unterstützt, die unter anderem den Fahrtenschreiber des Sattelzuges auswerteten. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten geborgen werden. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf etwa 25.000 Euro.
Nach Abschluss der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten übernahm die Freiwillige Feuerwehr die Aufräumarbeiten. Mit 16 Kameraden beseitigten sie ausgelaufene Betriebsstoffe von der Fahrbahn. Der Verkehr auf der Loitzer Straße konnte erst gegen 20.15 Uhr wieder rollen.
Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Verkehrssicherheit und den Gefahren von Alkohol am Steuer auf. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.



