Eisregen auf der A9 bei Hof: Drei Unfälle verursachen 145.000 Euro Schaden
Unfallserie auf A9 bei Hof durch Eisregen

Eisregen verwandelt Autobahn 9 bei Hof in gefährliche Rutschbahn

Ein plötzlicher Wetterumschwung mit leichtem Schneefall und Eisregen hat auf der Autobahn 9 im Landkreis Hof am Mittwoch für eine dramatische Unfallserie gesorgt. Die Verkehrspolizeiinspektion Hof berichtet, dass die Fahrzeuge auf der glatten Fahrbahn regelrecht "geschrottet" wurden. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund 145.000 Euro, jedoch konnten alle Beteiligten die Unfälle unverletzt überstehen.

Erster Unfall löst Kettenreaktion aus

Zunächst geriet ein 46-jähriger Fahrer aus Baden-Württemberg mit seinem Wagen ins Schleudern. Das Auto kollidierte mehrfach mit den Leitplanken und kam mit stark beschädigten Front- und Heckpartien mitten auf der Fahrbahn zum Stehen. Weder der Fahrer noch sein 49-jähriger Beifahrer erlitten Verletzungen. Die Polizei bezifferte den Schaden an diesem Fahrzeug auf etwa 65.000 Euro.

Unmittelbar im Anschluss kam es durch das unfallbedingte Hindernis zu einem Folgeunfall. Ein 53-Jähriger aus dem Landkreis Hof erkannte die Situation nach Polizeiangaben zu spät und fuhr auf das bremsende Auto eines ebenfalls 53-jährigen Fahrers aus Leipzig auf. Auch bei diesem Zusammenstoß blieben beide Personen unversehrt. Der Schaden belief sich hier auf rund 40.000 Euro.

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Bergungsarbeiten und weitere Unfälle

Für die Bergungs- und Aufräumarbeiten, an denen neben der Autobahnpolizei auch die Feuerwehr aus Selbitz beteiligt war, musste die A9 in Fahrtrichtung Berlin für etwa eine Stunde vollständig gesperrt werden. Nur rund eine halbe Stunde später ereignete sich auf der Gegenfahrbahn bei Leupoldsgrün ein weiterer Unfall.

Ein 41-jähriger Fahrer verlor auf der glatten Strecke die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte in die Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt, aber der Schaden wurde erneut auf 40.000 Euro geschätzt. Die Polizei bemängelte zudem, dass der Wagen noch mit sommerlicher Bereifung unterwegs war, was die Situation zusätzlich verschärfte.

Polizei leitet Bußgeldverfahren ein

Gegen alle Unfallfahrer wurden nun jeweils Bußgeldverfahren eingeleitet. Die Beamten gaben an, dass eine an die Wetterverhältnisse nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptursache für die Unfälle gewesen sei. Die Polizei betont die Wichtigkeit von angepasster Fahrweise und wintertauglicher Bereifung bei solchen Wetterbedingungen.

Die Unfallserie unterstreicht die Gefahren, die plötzliche Wetterumschwünge auf deutschen Autobahnen darstellen können. Trotz der hohen Sachschäden ist es ein großer Glücksfall, dass bei allen drei Unfällen keine Personen zu Schaden kamen.

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