VCD fordert transparente S-Bahn-Pünktlichkeit: Fahrgastsicht muss im Fokus stehen
VCD: S-Bahn-Pünktlichkeit für Fahrgäste nachvollziehbar machen

VCD drängt auf Umdenken bei S-Bahn-Statistik: Mehr Transparenz für Fahrgäste gefordert

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat sich mit deutlichen Forderungen an die Öffentlichkeit gewandt, um die Pünktlichkeit der S-Bahn stärker in den Fokus zu rücken. Insbesondere der Münchner Kreisverband des VCD betont, dass die aktuelle Statistiklücke dringend geschlossen werden muss, um Fahrgästen eine realistische Einschätzung zu ermöglichen.

Kritik an aktueller Pünktlichkeitsquote: Ausfälle werden ignoriert

Wolfram Liebscher, Sprecher des VCD München, übt scharfe Kritik an der derzeitigen Berechnungsmethode. "Die Pünktlichkeitsquote darf ausgefallene Züge nicht weiter ausklammern", so Liebscher in einer aktuellen Mitteilung. Er argumentiert, dass die aktuelle Praxis unverhältnismäßig sei, da Betreiber Züge lieber ausfallen lassen, anstatt mit Ersatzzügen zu reagieren. Der VCD fordert daher, dass die Zeit bis zur nächsten verfügbaren Verbindung für jeden ausgefallenen Zug als Verspätung in die Statistik einfließen muss.

Forderungen nach strengeren Regeln und zeitnaher Datenveröffentlichung

Der VCD formuliert konkrete Maßnahmen für ein fahrgastfreundlicheres System:

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram
  • Vertragsstrafen für ausfallende Züge: Jede Verspätungsminute soll gewertet werden, da bereits geringe Verzögerungen zu verpassten Anschlussverbindungen führen können.
  • Gewichtung der Hauptverkehrszeit: Die stärkere Nutzung in Stoßzeiten muss in der Pünktlichkeitsquote angemessen berücksichtigt werden.
  • Taggenaue Veröffentlichung von Daten: Informationen über unpünktliche oder ausgefallene Züge sollen zeitnah zugänglich sein, um Fahrgästen eine bessere Planung zu ermöglichen.

Christoph von Gagern, ein weiterer VCD-Sprecher, kritisiert zudem die Verzögerung bei der Veröffentlichung von Statistiken. Auf der Website der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) sei die Pünktlichkeit der S-Bahn für das zweite Halbjahr 2025 erst seit April 2026 abrufbar – eine Praxis, die als "deutlich verbesserungsbedürftig" bezeichnet wird.

Hoffnung auf Neuanfang unter neuer Führung

Der VCD äußert die Erwartung, dass mit dem Antritt des neuen Geschäftsführers Matthias Glaub ein verbessertes Pünktlichkeitsmanagement bei der S-Bahn München Einzug halten wird. Ein "offener, ehrlicher Umgang mit der Pünktlichkeit" sei laut Gagern die grundlegende Voraussetzung, um gegen Unpünktlichkeit vorzugehen. "Sonst ändert sich nichts", betont er abschließend und unterstreicht damit die Dringlichkeit der Reformen.

Der ökologische Verkehrsclub VCD, ein gemeinnütziger Umweltverband, setzt sich seit 1986 für eine umweltverträgliche und menschenzentrierte Mobilität ein. Im Mittelpunkt stehen dabei stets die Bedürfnisse der Fahrgäste, die nun durch transparente Statistiken besser geschützt werden sollen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration