Warnstreik legt Brandenburger Nahverkehr lahm - eingeschränkte Verbindungen bleiben
Warnstreik in Brandenburg: Busse und Trams stehen still

Massive Verkehrseinschränkungen durch Warnstreik in Brandenburg

Der öffentliche Nahverkehr in Brandenburg steht am Freitag vor erheblichen Beeinträchtigungen. Ein von der Gewerkschaft Verdi organisierter Warnstreik führt bei 16 Verkehrsunternehmen zu Arbeitsniederlegungen, die den regulären Betrieb von Bussen und Straßenbahnen weitgehend zum Erliegen bringen.

Umfassende Ausfälle im gesamten Bundesland

Von der Uckermark im Norden bis zum südlichen Landkreis Dahme-Spreewald sind die Auswirkungen des Streiks spürbar. Besonders betroffen sind die größeren Städte Potsdam, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel, wo zahlreiche Tram- und Busverbindungen komplett ausfallen werden. Der Warnstreik begann am Freitagmorgen um 03:00 Uhr und soll voraussichtlich bis Samstagmorgen um 03:00 Uhr andauern, wobei es regionale Unterschiede in der Streikdauer gibt.

Notfahrpläne und eingeschränkte Alternativen

Trotz der umfangreichen Arbeitsniederlegungen bleiben nicht alle Verbindungen vollständig unterbrochen. Mehrere Verkehrsunternehmen haben Sonderfahrpläne entwickelt und setzen Subunternehmen ein, um zumindest einen Grundbetrieb aufrechtzuerhalten. Fahrgäste werden dringend gebeten, sich vor Antritt ihrer Reise online über die verfügbaren Ersatzverbindungen in ihrer Region zu informieren.

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Für Pendler und Berufstätige könnte bei wichtigen Fahrten ein Umstieg auf das Auto notwendig werden, da die regulären Takte des öffentlichen Nahverkehrs nicht eingehalten werden können. Die Verkehrsbetriebe weisen jedoch darauf hin, dass durch die Notfahrpläne zumindest minimale Verbindungen gewährleistet werden sollen.

Besondere Regelungen für Schülerinnen und Schüler

Im Bildungsbereich gelten Sonderregelungen: Während Schulbusse nicht komplett ausfallen sollen und teilweise bis etwa 08:00 Uhr morgens verkehren, wurde die Präsenzpflicht an Brandenburger Schulen für Freitag ausgesetzt. Schülerinnen und Schüler gelten als entschuldigt, wenn ihre Eltern oder sie selbst volljährig sind und die Schule rechtzeitig über das Fernbleiben informieren.

Die Cottbusverkehr GmbH betonte, dass nicht streikende Mitarbeitende besondere Anstrengungen unternehmen, um den Schülerverkehr am Freitag abzusichern. Ähnliche Maßnahmen wurden auch für andere Regionen angekündigt.

Regionale Unterschiede bei Streikdauer und Auswirkungen

Die Streikmaßnahmen zeigen deutliche regionale Variationen:

  • In Frankfurt (Oder) gilt für Schüler bis etwa 08:00 Uhr ein spezieller Streikfahrplan für Busse, während am Samstag kein Warnstreik mehr geplant ist.
  • Im Barnim und im Kreis Märkisch-Oderland hat Verdi den ursprünglich zweitägigen Warnstreik auf Freitag verkürzt.
  • In Potsdam-Mittelmark können neben Fahrtausfällen auch Kundencenter in Werder, Bad Belzig und Teltow Stadt geschlossen bleiben.

Die Verkehrsbetriebe Potsdam gehen davon aus, dass während des Warnstreiks alle Fahrten der Tram, der Fähre und ein Großteil der Busfahrten ausfallen werden. Durch den Einsatz von Subunternehmen sollen jedoch zumindest einige Buslinien in Betrieb bleiben.

Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifstreit mit dem kommunalen Arbeitgeberverband zu den Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Teile der Streikenden planen, zu einer zentralen Kundgebung nach Berlin zu fahren, um ihre Forderungen zu unterstreichen.

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