Erneuter Warnstreik legt Nahverkehr in Sachsens Großstädten lahm
Warnstreik: Nahverkehr in Sachsens Städten steht still

Erneuter Warnstreik legt Nahverkehr in Sachsens Großstädten lahm

Die Gewerkschaft Verdi hat heute zu einem erneuten bundesweiten Warnstreik im Nahverkehr aufgerufen, der insbesondere die fünf größten Städte Sachsens hart trifft. In Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau und Plauen stehen Busse und Bahnen weitgehend still, da die Mitarbeiter kommunaler Verkehrsbetriebe zum ganztägigen Ausstand aufgerufen wurden. In Leipzig gilt der Streikaufruf sogar für zwei Tage, sodass die Stadt am Samstag erneut ohne öffentlichen Nahverkehr dasteht.

Eingeschränkter Betrieb und Ausnahmen

Nach Angaben der Verkehrsbetriebe fällt ein Großteil der Fahrten aus, jedoch gibt es einige Ausnahmen. Verbindungen, die von Subunternehmen betrieben werden, fahren teilweise oder komplett weiter. Dies betrifft mehrere Linien in Leipzig, Dresden, Chemnitz und Zwickau. In Plauen hingegen entfallen alle Straßenbahnen und Stadtbusse vollständig. Regionalzüge, S-Bahnen und der Fernverkehr der Deutschen Bahn sind vom Warnstreik nicht betroffen und verkehren regulär. Auch die City-Bahn Chemnitz fährt nach Fahrplan.

Hintergrund: Tarifverhandlungen stocken

Hintergrund des Streiks sind die ergebnislosen Verhandlungen zum Tarifvertrag Nahverkehr Sachsen. Verdi fordert unter anderem Entlastungen bei den Arbeitszeiten, längere Ruhezeiten sowie bessere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Arbeitgeber verweisen auf bereits vereinbarte Entgelterhöhungen und argumentieren, dass die finanziellen Spielräume ausgeschöpft seien. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 9. März geplant, doch bis dahin könnte es weitere Proteste geben, falls keine Einigung erzielt wird.

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Wiederholung früherer Streiks

Bereits am 2. Februar hatte ein Warnstreik etliche Busse und Bahnen in Sachsen ausgebremst, was zeigt, dass die Spannungen im Tarifkonflikt anhalten. Die aktuelle Aktion unterstreicht die Entschlossenheit der Gewerkschaft, ihre Forderungen durchzusetzen, und belastet Pendler und Touristen in der Region erneut. Experten warnen vor langfristigen Folgen für die Mobilität, falls der Konflikt nicht bald gelöst wird.

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