Büro-Umbau in München: Hausbesitzer skeptisch
Büro-Umbau in München: Hausbesitzer skeptisch

München steht vor einer großen Herausforderung: Während Tausende Menschen verzweifelt nach einer bezahlbaren Wohnung suchen, stehen in der bayerischen Landeshauptstadt rund 1,8 Millionen Quadratmeter Büroflächen leer. Oberbürgermeister Dominik Krause will nun den sogenannten „Umbauturbo“ zünden und 10.000 dieser leer stehenden Büros in Wohnungen umwandeln. Doch der Plan stößt auf Widerstand. Der Verein der Haus- und Grundbesitzer sieht das Vorhaben kritisch. „Warum das in München nicht funktioniert“, lautet die deutliche Kritik.

Probleme bei der Umwandlung

Der Verein argumentiert, dass viele Bürogebäude baulich nicht für eine Wohnnutzung geeignet seien. Die Grundrisse, die Tiefe der Gebäude und die fehlenden Fenster in vielen Räumen machten eine Umwandlung schwierig und teuer. Zudem seien die Kosten für die Umbaumaßnahmen oft so hoch, dass die entstehenden Wohnungen am Ende nicht bezahlbar seien. „Das ist ein frommer Wunsch, der an der Realität scheitert“, so ein Sprecher des Vereins.

Alternativen und Potenziale

Allerdings sieht der Verein durchaus Potenzial für neue Wohnungen durch Umwandlung – nur eben nicht in den bestehenden Bürogebäuden. Stattdessen sollten leer stehende Einzelhandelsflächen, ehemalige Hotels oder Gewerbeimmobilien umgebaut werden. Diese Objekte seien oft besser geeignet und ließen sich schneller und günstiger in Wohnraum verwandeln. Auch die Aufstockung von bestehenden Gebäuden oder der Umbau von Parkhäusern in Wohnungen seien vielversprechende Ansätze.

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Die Stadt München steht unter Druck: Der Wohnungsmarkt ist extrem angespannt, die Mieten steigen rasant. OB Krause will mit seinem „Umbauturbo“ gegensteuern, doch die Umsetzung gestaltet sich schwierig. Die Diskussion zeigt, dass die Lösung des Wohnungsproblems nicht allein durch die Umwandlung von Büros erreicht werden kann, sondern ein ganzheitlicher Ansatz nötig ist.

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