Parkplatznot im Harz: Senioren im Humanas-Wohnpark Bad Suderode fordern mehr Stellplätze
Parkplatznot: Senioren in Bad Suderode kritisieren Humanas-Wohnpark

Parkplatznot im Harz belastet Senioren im Humanas-Wohnpark

Für viele ältere Menschen bedeutet das eigene Auto ein Stück Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Doch im neu eröffneten Humanas-Wohnpark in Bad Suderode im Harz wird diese Mobilität durch eine angespannte Parkplatzsituation erheblich eingeschränkt. Bewohner wie Monika Schnell, Ina Winter und Karl-Heinz Fengewisch kritisieren die aktuelle Lage als belastend und stressig.

Mobilität trotz körperlicher Einschränkungen

Die Senioren betonen, dass ihre Fahrzeuge ihnen trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen wichtige Freiheiten ermöglichen. „Dank unserer Autos können wir zu Arztterminen fahren oder in umliegenden Orten einkaufen“, erklärt eine Bewohnerin. Doch nach dem Einkauf beginnt oft das eigentliche Problem: Die zurückgelegten Waren müssen teilweise über mehr als 300 Meter zur eigenen Wohnung transportiert werden, da direkt an den Reihenhäusern keine Parkmöglichkeiten existieren.

Im gesamten Wohnparkgelände stehen lediglich wenige Stellplätze vor der sogenannten Wabe zur Verfügung. Einige davon sind für spezielle Zwecke reserviert – etwa zum Laden des Wohnpark-Elektroautos oder für medizinisches Personal. „Es ist jedes Mal eine Stresssituation: Man weiß nicht, ob man überhaupt einen Platz auf dem Plateau findet“, schildert Monika Schnell die tägliche Herausforderung.

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Unzureichende Alternativen und lange Wartezeiten

Sogar vor dem ehemaligen Schulhaus an der Nordhäuser Heerstraße, wo zusätzliche Parkflächen vorhanden sind, gestaltet sich die Suche nach einem Stellplatz schwierig. Ina Winter, die auf einen Rollator angewiesen ist, berichtet: „Manchmal finden wir dort keinen Parkplatz, weil auch Patienten der Ergotherapie und Postbesucher diese Flächen nutzen.“

Bereits seit einem Jahr warten die Bewohner auf versprochene Parkplätze am Rosenweg, einer Straße direkt hinter den Reihenhäusern. Karl-Heinz Fengewisch, der ebenfalls eine Gehhilfe benötigt, zeigt sich enttäuscht: „Wir waren sogar bereit, uns finanziell an den Kosten zu beteiligen, etwa durch eine Parkplatzmiete. Doch trotz mehrfacher Nachfragen hat sich nichts getan.“ Die Senioren haben sich nun gemeinsam mit weiteren Bewohnern in einem offiziellen Brief an die Humanas-Geschäftsleitung gewandt.

Unternehmensstellungnahme und geplante Lösungen

Jennifer Lorbeer, Pressereferentin der Humanas Pflege GmbH & Co. KG, bestätigt, dass das Thema der Unternehmensführung bekannt ist. Sie erläutert die aktuelle Situation: Vor der Wabe stehen zehn Parkplätze zur Verfügung, von denen drei für besondere Zwecke reserviert sind. „Dass die Anzahl der Stellflächen hier begrenzt ist, wurde von Beginn an kommuniziert“, so Lorbeer.

Für kurzfristiges Entladen von Einkäufen gebe es Halteflächen, die jedoch häufig zum „Wildparken“ missbraucht würden. Das Wohnpark-Team appelliere regelmäßig an die gegenseitige Rücksichtnahme der Autobesitzer.

Konkrete Verbesserungen sind in Planung: „Bis Ende des Jahres 2026 sollen 14 weitere Stellplätze am Rosenweg gebaut werden“, kündigt die Pressesprecherin an. Die Humanas-Bauleitung stehe bereits im Gespräch mit lokalen Firmen. Zusätzlich würden weitere Flächen für mögliche Parkplätze geprüft. „Unser Ziel ist, dass rund 50 Parkplätze für die Wohnpark-Bewohner zur Verfügung stehen“, betont Lorbeer.

Neben Parkplätzen: Wunsch nach sozialen Treffpunkten

Neben der Parkplatzproblematik äußern die Senioren einen weiteren Wunsch: Sie möchten mehr Möglichkeiten für soziale Begegnungen im Wohnpark. „Ein Platz mit etwas Grün und Bänken wäre schön, damit sich Bewohner aus den verschiedenen Häusern treffen können“, erklärt eine Bewohnerin. Solche Begegnungsstätten seien wichtig für die soziale Komponente des Zusammenlebens.

Jennifer Lorbeer teilt mit, dass die Pflegedienstleiterin bereits eine Umfrage zur Platzierung einer zusätzlichen Bank gestartet habe. „Aus Unternehmenssicht ist es kein Problem, dass Bänke entlang des Weges hinter der Schule aufgestellt werden“, versichert die Pressereferentin. Die Antworten der Mieter stünden jedoch noch aus.

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Für die Senioren im Humanas-Wohnpark bleibt die Parkplatzfrage jedoch die dringendste Angelegenheit. „Parkplätze sind essentiell für unsere Lebensqualität“, betonen sie einstimmig. Sie hoffen, dass die versprochenen Neubauten am Rosenweg bald Realität werden und ihre tägliche Mobilität nicht länger zur Belastungsprobe wird.