Richtfest für Neubauprojekt in der Parkstraße
Am Donnerstagnachmittag wurde in der Ludwigsluster Parkstraße Richtfest für eines der sichtbarsten und zugleich wichtigsten städtischen Wohnungsbauvorhaben gefeiert. Es handelt sich um die derzeit letzten Neubauten, die unter der Regie der städtischen Vewoba in der Nähe des Schlosses entstehen. Die drei neuen Wohnhäuser umfassen insgesamt 33 Drei- und Vierraumwohnungen, die alle mit einem Stellplatz in der neu gebauten Tiefgarage ausgestattet sein werden. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich laut Geschäftsführer Eckhard Will auf rund 11 Millionen Euro. Die Wohnungen sollen im kommenden Frühjahr bezugsfertig sein, die Mietpreise werden voraussichtlich zwischen neun und elf Euro netto kalt pro Quadratmeter liegen.
Parkviertel geht seiner Vollendung entgegen
Mit diesem Bauvorhaben wird die vor Jahren begonnene Erweiterung des Parkviertels abgeschlossen, zu dem auch zahlreiche Plattenbauten aus DDR-Zeiten gehören. Die Nachfrage nach Wohnungen in der Stadt ist nach wie vor enorm hoch. Bürgermeister Stefan Pinnow betonte: „Wir brauchen derartige Wohnungen in diesen Größen, sie sind sehr gefragt.“ Vewoba-Geschäftsführer Eckhard Will muss sich um die Vermietung offenbar keine Sorgen machen: Bereits jetzt gibt es zahlreiche Interessenten. Gelobt wurde von allen Beteiligten der reibungslose Bauablauf und die starke Einbindung einheimischer Unternehmen. Auch für den anstehenden Innenausbau sollen regionale Firmen berücksichtigt werden; erste Angebote liegen bereits vor.
Wohnungen im Prinzenpalais ebenfalls kurz vor Fertigstellung
Der Ausbau der Parkstraße ist nicht das einzige bedeutende Wohnprojekt der Vewoba. Noch früher fertig werden die 38 Wohnungen im Prinzenpalais, einem historischen Gebäude unter Denkmalschutz. Ein Teil der Wohnungen ist bereits bezugsfertig, die restlichen sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Auch hier ist die Nachfrage trotz relativ hoher Mietpreise so stark, dass keine Wohnung leer stehen wird.
Schwerpunkt verlagert sich künftig in die Bülow-Straße
Beim Bau der drei neuen Wohnhäuser gab es vor allem bei der Tiefgarage Probleme mit dem Grundwasser, die jedoch schnell behoben werden konnten. Die Stellplätze in der Tiefgarage kosten 45 Euro pro Monat. Mit der Fertigstellung dieser Blöcke und der anstehenden Sanierung der alten Plattenbauten in der Nachbarschaft neigt sich die Entwicklung des Wohnungsmarktes in diesem Teil der Stadt vorerst dem Ende zu. Der neue Schwerpunkt für Neubauten liegt im Bereich der Helene-von-Bülow-Straße nahe des Gymnasiums, wo ein neues Viertel mit Reihenhäusern entstehen soll. Die Stadtvertretung hat zudem einen Vorratsbeschluss gefasst, um weitere Flächen zu erschließen. Trotz der aktuellen Bauvorhaben bleibt der Druck auf dem Ludwigsluster Wohnungsmarkt sehr hoch.



