Mehr als 4 Millionen Euro Steuergeld für Wohnungsbau an der Müritz: Investitionen in Waren und Grabowhöfe
Steuergeld für Wohnungsbau an der Müritz: 4,2 Millionen Euro

Steuergeld fließt in Wohnungsbau an der Müritz: Über 4 Millionen Euro für neue Projekte

Das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern hat mehr als 4 Millionen Euro Steuergeld für den Wohnungsbau an der Müritz bereitgestellt. Mit dieser finanziellen Unterstützung sollen neue Wohnungen entstehen und bestehende Altschulden getilgt werden. Der Innenminister Christian Pegel (SPD) übergab die Mittel persönlich in der Seenplatte, um die Bedeutung dieser Investitionen für die Region zu unterstreichen.

Waren profitiert von Steuermitteln für Wohnungsbestand

Die Wohnungsbaugesellschaft Waren (Wogewa) erhält rund 4,2 Millionen Euro aus dem sogenannten Entschuldungsfonds. Laut Kristin Görlach, Geschäftsführerin der Wogewa, dienen die Gelder nicht nur zur Rückzahlung von seit Jahrzehnten bestehenden Wohnungsbaualtschulden, sondern auch als Anreiz für Investitionen. „Wir möchten in alte Bestände investieren und planen auch einen Neubau“, erklärte Görlach. Die städtische Tochtergesellschaft trägt diese Schulden seit ihrer Gründung im Jahr 1990 und nutzt das Steuergeld nun für innovative Projekte.

Grabowhöfe und Hohen Wangelin erhalten ebenfalls Fördermittel

Neben Waren profitieren auch andere Gemeinden in der Region von den Steuergeldern. Grabowhöfe erhält etwa 261.000 Euro für 86 Wohnungen, wovon drei aktuell leer stehen. Jens Bürger, Leitender Verwaltungsbeamter im Amt Seenlandschaft Waren, bestätigte, dass diese Mittel die aus DDR-Zeiten übernommenen Altschulden komplett tilgen. In Hohen Wangelin fließen gut 457.000 Euro in 221 Wohnungen, von denen 50 aufgrund von Sanierungsarbeiten nicht belegt sind. Diese Kommunen stellen mit ihrer Anzahl an kommunalen Wohnungen eine Besonderheit in der ländlichen Region dar.

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Hintergrund: Warum Schulden nicht einfach abgelöst werden

Die direkte Ablösung der Schulden mit dem Steuergeld ist keine Option, da Banken in solchen Fällen eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen würden. Dies würde zu finanziellen Verlusten führen. Stattdessen dienen die Mittel als Hebel, um mehr Projekte als ursprünglich geplant anzugehen. In Zeiten zunehmender Wohnungsnot im Land sind diese Investitionen besonders wertvoll. Anders als in vielen ländlichen Gebieten, wo DDR-Blocks die Kommunen belasten, nutzt die Wogewa in Waren die Gelder gezielt für Modernisierung und Neubau.

Die Freude über die zusätzlichen Möglichkeiten ist groß, da sie helfen, die Wohnraumsituation in Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig zu verbessern. Diese Initiative zeigt, wie Steuergelder sinnvoll eingesetzt werden können, um langfristige Herausforderungen im Wohnungsbau zu bewältigen.

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