Droht der Nummer 2 der Tennis-Welt eine lange Zwangspause? Superstar Carlos Alcaraz (22) hatte seine Teilnahme an den French Open (24. Mai bis 7. Juni) wegen einer Handgelenksverletzung abgesagt. Das genaue Ausmaß der Verletzung wird von seinem Team geheim gehalten. Doch nun wachsen die Befürchtungen, dass Alcaraz womöglich länger ausfallen könnte.
Experte äußert Bedenken
Der zweimalige Wimbledon-Champion leidet unter einer Sehnenscheidenentzündung. Diese Verletzung tritt bei Tennisspielern häufig auf und wird meist durch Überbelastung verursacht. Gegenüber der spanischen Nachrichtenagentur EFE äußerte nun ein medizinischer Experte seine Sorgen. José Luis Martínez Romero ist Spezialist für orthopädische Chirurgie und Traumatologie an der Katholischen Universität San Antonio de Murcia, der Heimatregion von Alcaraz.
Romero erklärte: „Wenn es sich um eine akute Tenosynovitis handelt, wird die Genesung auf vier bis sechs Wochen geschätzt. Wenn die Verletzung jedoch schon länger besteht und chronisch geworden ist, sprechen wir von drei bis sechs Monaten.“ Das würde das Saison-Aus für Alcaraz bedeuten.
Operation als letzte Option
Im schlimmsten Fall ist eine Operation nötig. Komplikationen könnten sogar dazu führen, dass Alcaraz seine Schlagtechnik ändern muss. Romero fügte hinzu: „Im Moment sind das alles Spekulationen. Wenn jedoch keine Sehnenverletzung und keine Degeneration vorliegt, ist eine vollständige, wenn auch lange Genesung möglich.“
Sicher ist: Alcaraz verpasst nicht nur die French Open, sondern auch das Masters in Rom. Bereits das Masters in Madrid hatte er absagen müssen. Bitter für den Spanier, aber möglicherweise eine gute Nachricht für den Deutschen Alexander Zverev. Alcaraz galt neben Jannik Sinner als großer Favorit in Paris. Nun steigen Zverevs Chancen, seinen ersten Grand-Slam-Titel zu gewinnen.



