Düsseldorf - Eine Person, die an Bord des Kreuzfahrtschiffes „Hondius“ Kontakt zu einem bestätigten Hantavirus-Fall hatte, wird nun vorsorglich in Düsseldorf untersucht. Das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) gab bekannt, dass die Feuerwehr Düsseldorf gemeinsam mit dem Klinikum den Transport und die medizinische Abklärung übernimmt. Man gehe derzeit davon aus, dass die betroffene Person nicht infiziert sei.
Vorsorgliche Untersuchung ohne bestätigte Infektion
„Es handelt sich um eine Kontaktperson ohne bestätigten Nachweis einer Hantavirus-Infektion. Die Aufnahme erfolgt rein vorsorglich zur medizinischen Abklärung“, betonte das Klinikum. Die Person, über die keine weiteren Details bekannt gegeben wurden, sei „asymptomatisch“. Auf der Infektionsstation sollen eine klinische Ersteinschätzung sowie infektiologische Untersuchungen durchgeführt werden.
Transport durch spezialisierte Feuerwehrkräfte
Die Person wird von spezialisierten Einsatzkräften der Feuerwehr von einem Flughafen in den Niederlanden nach Düsseldorf transportiert. Medienberichten zufolge wird die Person am Nachmittag oder Abend am Flughafen Schiphol erwartet.
Hintergrund sind drei Todesfälle auf der „Hondius“ nach einer Infektion mit dem Hantavirus. Dabei handelte es sich um ein älteres niederländisches Ehepaar und eine deutsche Frau. Zudem wurde ein Passagier nach seiner Rückkehr in die Schweiz positiv auf das Virus getestet.
WHO bestätigt Evakuierung von drei Patienten
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte mit, dass drei Patienten mit Verdacht auf Hantavirus vom Schiff evakuiert wurden. Sie seien auf dem Weg zur medizinischen Behandlung in die Niederlande, schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf X. Ob die nach Düsseldorf gebrachte Person Kontakt zu diesen Patienten hatte, war zunächst unklar.
Die WHO arbeite mit den Schiffsbetreibern zusammen, um die Gesundheit von Passagieren und Besatzung engmaschig zu überwachen und gegebenenfalls Evakuierungen zu veranlassen. „In dieser Phase bleibt das gesamte öffentliche Gesundheitsrisiko niedrig“, so der WHO-Chef.



