Harald Krassnitzer: Vom Bergdoktor zum Tatort-Kommissar
Harald Krassnitzer: Vom Bergdoktor zum Tatort-Kommissar

Harald Krassnitzer ist vielen Fernsehzuschauern als Kommissar Moritz Eisner im Wiener „Tatort“ bekannt. Der Österreicher hat jedoch eine beeindruckende Karriere hinter sich, die weit über seine Rolle als Ermittler hinausreicht. Bevor er zum TV-Ermittler wurde, spielte er die Hauptrolle in der Serie „Der Bergdoktor“. Zudem engagiert er sich leidenschaftlich für soziale Projekte. Dieser Steckbrief gibt einen umfassenden Einblick in sein Leben und Wirken.

Werdegang von Harald Krassnitzer

Harald Krassnitzer wurde in Grödig im Salzburger Land geboren und wuchs dort auf. Als Sohn eines Schlossers und einer Angestellten in einer Süßwarenfabrik entdeckte er bereits im Alter von zehn Jahren seine Liebe zur Bühne. Nach dem Schulabschluss absolvierte er zunächst eine Lehre als Speditionskaufmann. Parallel dazu besuchte er von 1984 bis 1988 die Elisabethbühne in Salzburg, das heutige Schauspielhaus Salzburg, wo er seine Schauspielausbildung erhielt.

Seine Karriere begann Krassnitzer an verschiedenen Theatern. Erst 1993 wagte er den Schritt vor die Kamera: Sein TV-Debüt gab er in der Serie „Die Oase“ als Dieter Krause. Drei Jahre später, 1996, übernahm er seine erste feste Serienrolle in der österreichischen Arztserie „Der Bergdoktor“ als Dr. Justus Hallstein. Mit dieser Rolle gelang ihm der Durchbruch im Fernsehen.

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Es folgten zahlreiche weitere Auftritte, bevor er 1999 zu einem neuen Serienhit wechselte: dem „Tatort“. Seither verkörpert er den Sonderermittler und Oberstleutnant Moritz Eisner. Für diese Rolle erhielt er im Jahr 2000 die Romy als „Beliebtester Serienstar“ und 2008 als „Beliebtester Seriendarsteller“. Seit seinem 24. Fall im Jahr 2011 steht ihm Schauspielkollegin Adele Neuhauser als Bibi Fellner zur Seite. Für ihre Leistung in der Folge „Angezählt“ wurden die beiden Wiener Ermittler 2014 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Bis Ende 2026 ist das Duo im „Tatort“ aus Wien zu sehen.

Neben der Schauspielerei ist Krassnitzer auch als Moderator tätig. Er veröffentlichte den Geschichtsband „Rauhnächte: Wunderbares für eine besondere Zeit“ und lieh im Hörbuch „Aller Seelen“ der Rolle „Wolfi“ seine Stimme.

Privatleben von Harald Krassnitzer

Seit 1999 ist Harald Krassnitzer mit der Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer liiert. Das Paar lernte sich während der Dreharbeiten zu „Hurenmord – Ein Priester schweigt“ kennen. Am 7. Juli 2009, nach zehn Jahren Beziehung, gaben sie sich auf einem Schiff auf der Donau in der Wachau das Jawort. Die Eheleute leben abwechselnd in Wuppertal und Salzburg. Gemeinsame Kinder haben sie nicht. Ann-Kathrin Kramers Sohn Leonard stammt aus ihrer früheren Beziehung mit Schauspieler Jan Josef Liefers.

In seinen jüngeren Jahren war Krassnitzer nach eigenen Angaben Fallschirmspringer, Autorennfahrer und Bungee-Jumper.

Gemeinsam mit seiner Frau engagiert er sich ehrenamtlich für den Verein „Dunkelziffer“, der sich für sexuell missbrauchte Kinder einsetzt. Zudem unterstützt er das Hilfswerk Austria International und die Opferschutzorganisation Weißer Ring. Krassnitzer ist überzeugter Sozialdemokrat und unterstützt regelmäßig Kampagnen der SPÖ.

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TV-Auftritte (Auswahl)

  • 1996–2005: „Der Bergdoktor“
  • seit 1999: „Tatort“ Wien
  • 2015: „Meine fremde Frau“
  • 2016: „Wenn es Liebe ist“
  • 2017: „Die Toten vom Bodensee – Die Braut“
  • 2018: „Die Schattenfreundin“
  • 2019: „Familie Wöhler auf Mallorca“
  • 2020: „Unter Freunden stirbt man nicht“
  • 2021: „Tödliche Gier“
  • 2021: „Ein Sommer in Südtirol“
  • 2021: „Kroymann“
  • 2022: „Taktik“
  • 2023: „Ostfrieslandkrimis: Ostfriesenmoor“
  • 2024: „Familie Anders: Die rosarote Brille“