Magdeburg – Der frühere Magdeburger Bischof Leopold „Leo“ Nowak ist zwei Wochen nach seinem Tod feierlich beigesetzt worden. Zur Totenmesse in der Kathedrale St. Sebastian versammelten sich zahlreiche Geistliche sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft, wie das Bistum Magdeburg mitteilte. Rund 500 Gläubige verfolgten den Gottesdienst per Livestream.
Ein Leben im Dienst der Kirche
Nowak wurde am 17. März 1929 in Magdeburg geboren und starb am 12. April im Alter von 97 Jahren nach einer Operation. Von 1994 bis 2004 war er Bischof des neu gegründeten katholischen Bistums Magdeburg. In seiner Predigt würdigte Bischof Gerhard Feige Nowaks Verdienste als Brückenbauer zwischen Konfessionen, Glaubenden und Nichtglaubenden sowie zwischen Kirche und Gesellschaft.
Prägende Jahre nach der Friedlichen Revolution
Besonders nach der Friedlichen Revolution 1989 habe sich Nowak dafür eingesetzt, das Verhältnis zwischen Kirche und Gesellschaft völlig neu zu gestalten. Als erster Bischof des nach der Wende wiedererrichteten Bistums Magdeburg legte er den Grundstein für eine offene und dialogorientierte Kirche.
Letzte Ruhe im Hof der Kathedrale
Nach der Totenmesse wurde Nowak auf dem Kapitelsfriedhof im Innenhof der Kathedrale St. Sebastian beigesetzt. Gläubige hatten die Möglichkeit, sich am offenen Grab von ihm zu verabschieden und ihre letzte Ehre zu erweisen.



