Wittenberge setzt auf Ärztenachwuchs: Stipendiatin sammelt praktische Erfahrungen
Die Stadt Wittenberge intensiviert ihre Bemühungen um die Sicherung der medizinischen Versorgung durch ein innovatives Stipendienprogramm. Die Medizinstipendiatin Wiebke Vogt sammelt derzeit wertvolle praktische Erfahrungen in der Gemeinschaftspraxis von Judith Heinen-Elhardt und Laura Duille in Wittenberge. Seit dem 2. März absolviert die angehende Ärztin eine zweiwöchige Hospitation in der Praxis in der Friedrich-Ebert-Straße, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
Positive Resonanz von Patienten und Praxis
Die Hospitation stößt auf durchweg positive Resonanz. „Die Patienten begegnen Frau Vogt aufgeschlossen und freundlich“, berichtet das Praxisteam. Antje Kranz, Ansprechpartnerin für Ärzteversorgung der Stadt Wittenberge, zeigte sich bei ihrem Besuch erfreut über das Engagement: „Wir freuen uns sehr, dass Frau Vogt freiwillig eine Hospitation in Wittenberge durchführt und so bereits erste Erfahrungen in der Elbestadt sammelt.“
Wiebke Vogt, die Humanmedizin an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im zehnten Fachsemester studiert, zieht eine positive Zwischenbilanz: „Die praktische Mitarbeit gibt mir wertvolle Einblicke in den ärztlichen Alltag. Besonders der Umgang mit den Patienten ist für meine Ausbildung sehr bereichernd.“
Erstmals zwei Stipendien vergeben
Seit 2024 vergibt Wittenberge jährlich Stipendien für Medizinstudierende. In diesem Jahr erhielten aufgrund der hohen Bewerbungsqualität erstmals zwei Kandidaten den Zuschlag:
- Wiebke Vogt im Bereich Humanmedizin
- Romy Philipowitz, die Zahnmedizin studiert
Beide Stipendiatinnen erhalten während ihrer Regelstudienzeit monatlich 700 Euro Unterstützung von der Stadt. Bürgermeister Oliver Hermann betonte: „Die Weichen stehen gut, auch im Jahr 2026 erneut ein Stipendium auszuschreiben. Frau Vogt zeigt, dass dieses Angebot sinnvoll ist und wir damit auf dem richtigen Weg sind.“
Ziel: Nachhaltige Sicherung der medizinischen Versorgung
Das Stipendienprogramm verfolgt das klare Ziel, angehende Ärzte und Zahnärzte frühzeitig mit der Region vertraut zu machen und sie für eine spätere Niederlassung in Wittenberge zu gewinnen. Interessierte Studierende der Human- oder Zahnmedizin können sich jederzeit an Antje Kranz wenden, die unter Telefon 03877/951-108 oder per E-Mail erreichbar ist.
Die Stadtverwaltung betont, dass solche Initiativen essenziell sind, um dem Ärztemangel in ländlichen Regionen entgegenzuwirken und die medizinische Grundversorgung langfristig zu sichern.



