Neue Tierärztin im Retterteam: Dr. Kirsten Tönnies soll Wal Timmy retten
Poel (Mecklenburg-Vorpommern) – Die Hoffnung ruht auf einer neuen Helferin: Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies (58) aus Hattersheim am Main in Hessen ist die jüngste Verstärkung im Team, das den gestrandeten Wal Timmy retten will. Die Spezialistin für Haustiere gibt jedoch zu: „Viel Erfahrung mit Walen habe ich nicht.“ Dennoch ist sie bereit, alles zu geben.
Notlage im Retterteam
Nachdem die aus Hawaii eingeflogene Tierärztin Dr. Jenna Wallace das Team wütend verlassen hatte und die deutsche Veterinärin Janine Bahr-van Emmert aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden war, herrschte Personalmangel. Nun soll Tönnies mit ihrer Expertise helfen, den seit 23 Tagen gestrandeten, zwölf Tonnen schweren Koloss zu retten.
Ankunft auf Poel
Die Tierärztin wird am Mittwochmorgen auf der Insel Poel von der Rettungsinitiative um MediaMarkt-Gründer Walter Gunz und Unternehmerin Karin Walter-Mommert erwartet. Ihre Praxis bleibt währenddessen geschlossen. Auf der Praxis-Website heißt es: „Leider geschlossen, sind bald zurück. Grund: Walrettung.“
Erfahrung und Zuversicht
Obwohl Tönnies normalerweise Haustiere sowie Schafe, Kühe und Pferde behandelt, sieht sie den Einsatz gelassen. „Ich habe viel Erfahrung mit Wildtieren“, erklärt sie gegenüber BILD. „Allerdings nicht mit Walen.“ Doch sie fügt hinzu: „Ich habe auch keine Angst davor, einen Wal zu spritzen. Der Unterschied zwischen Maus und Mensch ist größer als zwischen Pferd und Wal.“
Enthusiasmus für die Rettung
Mit Neugier und Optimismus geht Tönnies die Aufgabe an. Sie unterstützt auch die Organisation „Vier Pfoten“, die gegen illegalen Welpenhandel kämpft. „Ich bin gespannt und neugierig auf meine Aufgabe und finde es toll, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die ein gemeinsames Ziel haben“, sagt sie. Kontakt zum Team entstand über Tierschützer und Sponsoren.
Lob für Umweltminister
Tönnies zeigt sich begeistert von der Arbeit von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD). „Ich bin sehr dankbar, dass er seine Meinung geändert hat“, betont sie. Sie würdigt, dass der Minister auch nachts bis 1.30 Uhr bei dem Tier war.



