Dr. Joachim Stehli übernimmt Leitung des Ärztlichen Rettungsdienstes in der Prignitz
Neuer Leiter für Ärztlichen Rettungsdienst Prignitz

Wechsel an der Spitze: Dr. Joachim Stehli führt nun den Ärztlichen Rettungsdienst Prignitz

Im Landkreis Prignitz hat ein bedeutender Stabwechsel im medizinischen Rettungswesen stattgefunden. Dr. Joachim Stehli übernimmt ab sofort die Position des Ärztlichen Leiters des Rettungsdienstes. Er folgt auf Lutz Dieckmann, der nach fast 34 Jahren im Dienst Ende Januar dieses Jahres in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist.

Erfahrung aus Bundeswehr-Einsätzen prägt neuen Leiter

Der 57-jährige Dr. Stehli bringt umfangreiche Erfahrungen aus der Notfallmedizin mit, die er während seiner Zeit bei der Luftwaffe der Bundeswehr gesammelt hat. „Bei insgesamt fünf Auslandseinsätzen im Kosovo, in Bosnien und in Afghanistan habe ich gelernt, wie wichtig es ist, dass der notärztliche Dienst bei größeren Schadenslagen funktioniert“, erklärt der neue Leiter. Sein klares Selbstverständnis formuliert er prägnant: „Wir sind dafür da, die Situation zu lösen.“

Diese praktischen Einsatzerfahrungen werden ihm in seiner neuen Führungsrolle im Rettungsdienst der Prignitz zweifellos zugutekommen. Die Übergabe gestaltet sich dabei besonders reibungslos, da Stehli bereits seit 2018 beim Rettungsdienst Prignitz tätig ist und seinen Vorgänger Dieckmann seit vielen Jahren persönlich kennt.

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Kontinuität und bewährte Strukturen im Rettungswesen

Lutz Dieckmann zeigte sich erleichtert, einen so qualifizierten Nachfolger gefunden zu haben. „Die Mannschaft beim Rettungsdienst muss sich nicht neu einstellen; es geht nahtlos weiter“, freut sich der langjährige Leiter. Diese Kontinuität ist besonders wertvoll, da Dr. Stehli bereits seit 2009 als Facharzt für Anästhesie in Perleberg und Pritzwalk als Honorararzt gearbeitet hat und seit 2021 fest beim Kreiskrankenhaus Prignitz angestellt ist.

Wie bereits bei seinem Vorgänger handelt es sich bei der Tätigkeit als Ärztlicher Leiter Rettungsdienst um eine zusätzliche Aufgabe zu seinem Hauptberuf. Der Landkreis Prignitz verfügt über eine gut etablierte Struktur mit 35 Ärzten, die am notärztlichen Dienst beteiligt sind. Die Gruppe der Leitenden Notärzte umfasst laut aktuellen Angaben sechs Mediziner.

Regionale Besonderheiten und grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Die Kreisverwaltung betont, dass diese Struktur optimal aufgestellt ist, um den besonderen Herausforderungen der Region zu begegnen. Der Landkreis Prignitz ist der einzige in Deutschland, der an gleich drei Bundesländer grenzt – Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

Mit allen Nachbarregionen bestehen gut funktionierende Vereinbarungen für den Fall, dass in Notlagen zusätzliche Kapazitäten benötigt werden. Diese Kooperationen funktionieren in beide Richtungen: Sowohl wenn die Prignitzer Ressourcen in Nachbarkreisen benötigt werden, als auch umgekehrt. Besonders hervorgehoben wird die produktive Zusammenarbeit mit Seehausen in Sachsen-Anhalt.

Abschied eines verdienten Mediziners

Lutz Dieckmann verabschiedet sich nach einer beeindruckenden Karriere von fast 34 Jahren als Leiter des Rettungsdienstes. Der Internist kam 1992 von Hamburg in die Prignitz und hat seitdem das Rettungswesen der Region maßgeblich geprägt. Anfang dieses Jahres hat er sich nun in den Ruhestand zurückgezogen und übergibt die Verantwortung an einen würdigen Nachfolger.

Die Kombination aus Dr. Stehlis Bundeswehr-Erfahrung, seiner langjährigen Tätigkeit in der Region und den bewährten Strukturen des Rettungsdienstes verspricht eine kontinuierlich hohe Qualität der notärztlichen Versorgung in der Prignitz. Die nahtlose Übergabe und die etablierten Kooperationen mit Nachbarregionen stellen sicher, dass die Bevölkerung auch in Zukunft optimal betreut wird.

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