Meryl Streep, die gefeierte Schauspielerin, hätte beinahe nicht die ikonische Rolle der Miranda Priestly in „Der Teufel trägt Prada“ übernommen. In einem TV-Auftritt bei der Talkshow „TODAY with Jenna & Sheinelle“ verriet die 76-Jährige gemeinsam mit ihren Co-Stars Anne Hathaway, Emily Blunt und Stanley Tucci, dass sie damals kurz vor dem Ruhestand stand. „Sie riefen mich an und machten mir ein Angebot, und ich sagte: ‚Nein, das mache ich nicht‘“, erinnerte sich Streep. Auf die Nachfrage der Journalistin Jenna Bush Hager erklärte die Oscarpreisträgerin mit einem verschmitzten Lächeln, dass sie die Erfolgsaussichten des Films erkannte und testen wollte, ob sie ihr Honorar verdoppeln könnte. „Ich wollte sehen, ob ich mein Honorar verdoppeln könnte und sie sagten sofort ‚klar‘.“
Eine Lektion über den eigenen Wert
Streep reflektierte, dass sie damals 56 Jahre alt war und lange gebraucht hatte, um zu verstehen, dass sie solche Forderungen stellen kann. „Ich war bereit, in Rente zu gehen, aber das war für mich eine Lektion“, fügte sie hinzu. Bush Hager betonte, dass es darum gehe, nach dem zu fragen, was man will. Streep erklärte: „Sie brauchten mich, das habe ich gefühlt“, was Hathaway neben ihr sitzend bejahte. Die Enthüllung löste in sozialen Medien viel Zuspruch aus. Ein viel gelikter Kommentar unter einem Instagram-Clip lautete: „Zu wenige Frauen erkennen das schon früh in ihrer Karriere. Wir alle müssen besser für uns selbst eintreten.“ Ein anderer Nutzer schrieb: „Ich bin so froh, dass sie ihren Wert erkannt hat – und Gott sei Dank ist sie nicht in den Ruhestand gegangen!!“
20 Jahre später: Rückkehr als Miranda Priestly
Zwei Jahrzehnte nach dem ersten Film schlüpfte Meryl Streep erneut in die Rolle der Miranda Priestly für „Der Teufel trägt Prada 2“. Die Figur ist an die ehemalige „Vogue“-Chefredakteurin Anna Wintour angelehnt. Der Film basiert auf dem Buch von Lauren Weisberger, die als Assistentin von Wintour arbeitete. Anders als beim ersten Film nutzte die US-amerikanische „Vogue“ den Hype und die Nostalgie um den Film aus und mischte bei der Pressetour ordentlich mit. Seit heute läuft der Film in den deutschen Kinos. Ob sich ein Kinobesuch lohnt, können Sie in unserer Kritik nachlesen.



