Warnstreiks an Unikliniken in Baden-Württemberg
Patienten an den Universitätskliniken in Ulm, Freiburg, Heidelberg und Tübingen müssen sich in der kommenden Woche auf Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat zu ersten Warnstreiks in der laufenden Tarifrunde aufgerufen. Am Montag, den 25. Mai, wird die Uniklinik in Ulm bestreikt, am Dienstag folgen die Häuser in Freiburg, Heidelberg und Tübingen. Insgesamt werden rund 1500 Teilnehmer erwartet.
Notfallversorgung bleibt gewährleistet
Die wichtigste Nachricht für Patienten: Die Notfallversorgung und lebenswichtige Behandlungen sollen weiterhin gesichert sein. Dennoch kann es laut Verdi in Einzelfällen zu Verzögerungen oder Einschränkungen kommen. Die Uniklinik Tübingen betont: „Dringliche Behandlungen werden weiterhin durchgeführt, die Akut- und Notfallversorgung wird zu jeder Zeit gewährleistet.“ Sollten Termine verschoben werden müssen, werden die betroffenen Patienten aktiv von den Fachabteilungen informiert und erhalten neue Termine.
Wer streikt?
Zu den Beschäftigten, die zum Streik aufgerufen sind, gehören unter anderem der Pflege- und Funktionsdienst, der medizinisch-technische Dienst sowie Verwaltungsmitarbeiter. Insgesamt sind rund 26.000 Mitarbeiter der vier Unikliniken von dem Tarifstreit betroffen.
Forderungen von Verdi
Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 320 Euro zusätzlich pro Monat. Auszubildende und Praktikanten sollen monatlich 250 Euro mehr erhalten. Zudem verlangt die Gewerkschaft für Azubis einen Mobilitätszuschuss in Höhe des Deutschlandtickets.
Kein Angebot der Arbeitgeber
Die Arbeitgeber hatten in der ersten Verhandlungsrunde Anfang Mai kein Angebot vorgelegt. Sie verwiesen auf hohe Zusatzkosten durch die geplante Krankenhausreform, die auch in Baden-Württemberg auf die Träger zukommen würden. Die nächste Verhandlungsrunde steht noch aus.



