Bett machen? Besser warten! So vermeiden Sie Hausstaubmilben
Bett machen? Besser warten! So vermeiden Sie Milben

Nach dem Aufstehen erst einmal warten: DARUM sollten Sie nicht sofort das Bett machen. Lassen Sie morgens ruhig ein wenig Zeit vergehen, bevor Sie Ihr Bett machen. Es gibt gute Gründe, die über eine bloße Ordnungsliebe hinausgehen. Diese Nachricht dürfte nicht nur Teenager freuen, denn: „Egal, ob Sie einen Partner haben oder nicht, Sie schlafen nie allein“, sagt der US-Mediziner Dr. Myro Figura. Unsere Matratzen, Betten und Kissen werden über Nacht zum Speicher menschlicher Hautzellen – und darin fühlen sich Hausstaubmilben wohl.

Milben lieben warme Bettwäsche

Die mikroskopisch kleinen Viecher lieben es, sich in unserer mit Nachtschweiß gewärmten und angefeuchteten Bettwäsche auszubreiten. Wer sein Bett dann direkt nach dem Schlafen macht, schließt die entstandene Feuchtigkeit ein. Die kleinen Plagegeister „feiern eine Party“ und können sich wunderbar entwickeln, so Figura. Im Gegensatz dazu schaffe ein unordentliches Bett, in dem die Decke morgens einfach zur Seite geworfen wird, trockene Bedingungen. Heißt: Die Milben dehydrieren und sterben. Der Mediziner rät, das Bett ein oder zwei Stunden lang ungemacht zu lassen, damit die Feuchtigkeit austrocknen kann und die Zahl der überlebenden Hausstaubmilben dadurch drastisch reduziert wird. Wenn Sie es eilig haben, reichen aber 30 Minuten.

Zu winzig, um sie zu sehen

Mit einer Größe von nur 0,25 mm sind Hausstaubmilben zu winzig, damit wir sie mit dem bloßen Auge sehen können. Und auch wenn Bewohner noch so sehr auf Sauberkeit achten, findet man sie in nahezu allen Häusern und Wohnungen. Allein auf einer Matratze leben mehr als 10 Millionen davon. Achtung, jetzt wird es richtig fies: Wenn Sie ein zwei Jahre altes Kopfkissen haben, bestehen zehn Prozent seines Gewichts aus Staubmilben und ihrem Kot, schreibt die „DailyMail“. Und das ist nicht nur eklig, die Milben produzieren Allergene, die Asthma auslösen können. Viele Menschen mit Hausstaubmilbenallergien leiden auch an Ekzemen, die durch das Ungeziefer ausgelöst werden – insbesondere durch Stoffe, die in ihrem Kot enthalten sind. Weitere Folgen: Schnupfen, Husten und trockene Augen. Tatsächlich kann so manche vermeintliche Erkältung in Wirklichkeit eine Auswirkung der Hausstaubmilben sein. Das dürften wohl Gründe genug sein, das Bett einfach mal etwas länger ungemacht zu lassen – nicht nur heute.

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