Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson ist am Freitag zurückgetreten. Die parteilose Politikerin zog damit die Konsequenzen aus einer Affäre um die Vergabe von Fördermitteln. Der Landesrechnungshof hatte ihr schwere Rechtsverstöße und Versäumnisse vorgeworfen.
Millionen für Antisemitismusprävention
Unter Wedl-Wilsons Führung hatte die Kulturverwaltung mehrere Projekte im Bereich der Antisemitismusprävention mit Millionensummen bedacht. Die Auswahl der Projekte gilt mittlerweile als rechtswidrig. Der Druck auf die Senatorin war in den vergangenen Tagen stetig gestiegen.
Rechtsbruch bei der Vergabe
Der Berliner Landesrechnungshof stellte fest, dass bei der Vergabe der Fördermittel gegen geltende Gesetze verstoßen wurde. Wedl-Wilson war erst vor weniger als einem Jahr ins Amt berufen worden. Nun zieht sie die persönlichen Konsequenzen aus den Vorwürfen.
Wedl-Wilson gab ihren Rücktritt am Freitag in Berlin bekannt. Weitere Details zu den genauen Rechtsverstößen und zur Zukunft der geförderten Projekte wurden zunächst nicht mitgeteilt. Die Kulturverwaltung steht nun vor der Aufgabe, die Vergabepraxis neu zu ordnen und das Vertrauen in die Mittelvergabe wiederherzustellen.



