Eishockey-Star schwört auf ungewöhnliches Hausmittel
Bei der 1:5-Niederlage der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft gegen die USA fiel NHL-Star Leon Draisaitl mit einer ungewöhnlichen Zwischenmahlzeit auf. Auf der Spielerbank drückte sich der Kapitän der deutschen Olympia-Auswahl einen Portionsbeutel Senf in den Mund – eine Maßnahme, die er gezielt gegen drohende Muskelkrämpfe einsetzt.
„Senf ist total gut gegen Krämpfe“
Im Interview mit dem TV-Sender Eurosport erklärte Draisaitl seine unkonventionelle Methode: „Senf ist total gut gegen Krämpfe“, betonte der Spitzensportler. „Wenn ich so das Gefühl habe, dass es dazu kommen könnte, dann bin ich da ein bisschen proaktiv und hau mir so einen Löffel Senf rein“, beschrieb Draisaitl seine Vorgehensweise. Für ihn persönlich sei dieses Hausmittel am wirksamsten, um Krämpfen vorzubeugen oder sie zu lindern.
Fragliche wissenschaftliche Basis
Der in Senf enthaltenen Essigsäure wird traditionell eine krampflösende Wirkung nachgesagt. Allerdings gibt es bislang kaum wissenschaftliche Studien, die diese Annahme belegen könnten. Die medizinische Forschung hat sich bisher nur begrenzt mit dieser alternativen Methode beschäftigt, sodass die tatsächliche Wirksamkeit von Senf gegen Muskelkrämpfe nicht ausreichend dokumentiert ist.
Experten weisen darauf hin, dass verschiedene Faktoren Muskelkrämpfe bei Sportlern auslösen können:
- Elektrolytmangel durch starkes Schwitzen
- Überlastung der Muskulatur
- Dehydrierung während intensiver Belastung
- Individuelle Veranlagung
Während Draisaitl auf seine persönliche Erfahrung mit Senf vertraut, empfehlen Sportmediziner in der Regel konventionellere Methoden zur Krampfprävention wie ausreichende Flüssigkeitszufuhr, gezielte Dehnübungen und eine ausgewogene Mineralstoffversorgung.



