Asylberatung für queere Geflüchtete in München von Kürzung bedroht
Asylberatung für queere Geflüchtete in München gefährdet

Queere Geflüchtete, die vor Verfolgung und Gewalt fliehen, könnten in Deutschland ihre wichtigste Unterstützung verlieren. Die Bundesregierung plant, Mittel für spezialisierte Asyl- und Rechtsberatung für LGBTIQ*-Geflüchtete zu streichen. Hilfsorganisationen warnen vor fatalen Folgen und fordern den Erhalt der Angebote.

Drohende Kürzung in München

In München ist die Situation besonders prekär. Die Beratungsstelle Sub, die queere Geflüchtete unterstützt, steht vor dem Aus. Anita Beneta, die dort arbeitet, berichtet von der wichtigen Arbeit: „Viele unserer Klienten haben traumatische Erfahrungen gemacht und brauchen dringend rechtliche und psychosoziale Hilfe.“ Ohne die spezialisierte Beratung drohten viele Geflüchtete in ein bürokratisches Vakuum zu fallen.

Hintergrund der Kürzungspläne

Die Bundesregierung begründet die geplanten Einsparungen mit der angespannten Haushaltslage. Doch Kritiker argumentieren, dass die Kürzungen kontraproduktiv sind. „Wer Asylverfahren beschleunigen will, muss in qualifizierte Beratung investieren, nicht sparen“, sagt ein Sprecher der Münchner Flüchtlingshilfe. Die spezialisierte Beratung helfe nicht nur den Betroffenen, sondern entlaste auch die Gerichte und Behörden.

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Folgen für die Betroffenen

Ohne die Beratung befürchten Experten, dass queere Geflüchtete noch stärker von Diskriminierung und Gewalt betroffen sein könnten. Viele trauten sich nicht, ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität im Asylverfahren offen zu legen, aus Angst vor Ablehnung. Die Beratungsstellen böten hier einen geschützten Raum und kompetente Unterstützung.

Forderungen der Hilfsorganisationen

Mehrere Organisationen haben bereits Protest angekündigt. Sie fordern die Bundesregierung auf, die Mittel für die spezialisierte Asyl- und Rechtsberatung für LGBTIQ*-Geflüchtete zu erhalten. „Es darf nicht sein, dass ausgerechnet die Schwächsten unter den Geflüchteten die Zeche für Sparmaßnahmen zahlen müssen“, so ein Sprecher des Münchner Bündnisses gegen Homophobie.

Die Entscheidung über die Kürzungen wird in den kommenden Wochen erwartet. Betroffene und Unterstützer hoffen auf ein Umdenken in Berlin.

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