Dänischer Forscher: Deutschland plant Auslieferung an USA
Deutschland liefert dänischen Forscher an USA aus

Der dänische Wissenschaftler Poul Bak Thorsen, der wegen mutmaßlichen Betrugs im Zusammenhang mit seiner Forschung zu Impfungen und Autismus von den USA weltweit gesucht wird, steht im Zentrum eines Rechtsstreits. Deutschland plant, den 58-Jährigen an die Vereinigten Staaten auszuliefern. Seine Anwälte warnen vor einem Justizskandal und kündigen rechtliche Schritte an.

Hintergrund des Falls

Poul Bak Thorsen, ein ehemaliger Forscher an der Universität Kopenhagen, hatte Studien durchgeführt, die einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus nahelegten. Diese Arbeiten wurden später als wissenschaftlich unhaltbar kritisiert. Die US-Behörden werfen ihm vor, Fördermittel in Millionenhöhe erschlichen zu haben, indem er falsche Angaben zu seinen Forschungsergebnissen machte. Ein internationaler Haftbefehl wurde erlassen.

Reaktionen und rechtliche Schritte

Thorsens Anwälte argumentieren, dass die Vorwürfe politisch motiviert seien und eine Auslieferung gegen rechtsstaatliche Prinzipien verstoße. Sie haben eine Beschwerde beim Oberlandesgericht eingereicht. Der Fall hat in Dänemark und Deutschland für Aufsehen gesorgt, da Thorsen von Robert F. Kennedy Jr., einem bekannten Impfgegner, als „dunkler Zauberer“ bezeichnet wurde.

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Die deutschen Behörden prüfen derzeit die Auslieferungsvoraussetzungen. Sollte die Auslieferung vollzogen werden, droht Thorsen in den USA eine lange Haftstrafe. Der Fall wirft Fragen zur internationalen Zusammenarbeit in der Wissenschaft und zur Fairness von Auslieferungsverfahren auf.

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