Lindenapotheke Ludwigslust feiert 35-jähriges Bestehen mit Aktionswoche
Lindenapotheke Ludwigslust: 35 Jahre im Dienst der Gesundheit

Lindenapotheke Ludwigslust feiert 35-jähriges Bestehen mit Aktionswoche

Wenn eine Apotheke ihr Gründungsjubiläum begeht, dann steht meist mehr auf dem Programm als eine einfache Geburtstagsfeier. Apotheken sind weit mehr als gewöhnliche Unternehmen – sie bilden einen essenziellen Teil der lokalen Infrastruktur. Für die Lindenapotheke in Ludwigslust trifft diese Aussage in besonderem Maße zu. Vom 2. bis zum 6. März möchte das Team gemeinsam mit Kunden und Partnern den 35. Geburtstag der Apotheke mit einer Vielzahl von Aktionen gebührend feiern.

Ein Team von 16 Mitarbeitern mit umfangreichen Aufgaben

Von außen wirkt der Firmensitz in der Friedrich-Naumann-Allee eher kompakt, doch im Inneren offenbart sich die wahre Dimension der Apotheke. Insgesamt gehören 16 engagierte Mitarbeiter zum Team der Lindenapotheke. Neben den üblichen Lagerräumen verfügt die Apotheke über speziell ausgestattete Laborbereiche. Hier werden insbesondere Krebsmedikamente, sogenannte Zytostatika, individuell hergestellt. Zudem ist das Apothekenteam aktiv im sogenannten „Verblistern“ für mehrere Altenheime der Region. Dabei werden die Medikamente für die Patienten tag- und stundengenau vorbereitet und abgepackt, was das Pflegepersonal erheblich entlastet.

Gründung im Februar 1991 und heutige Struktur

Gegründet wurde die Lindenapotheke am 11. Februar 1991 von Holger Brandes. Bis heute sind drei Mitarbeiterinnen im Team, die bereits damals ihre Tätigkeit aufnahmen: Birgit Schell-Dieckel, Sandy Sabban und Nicole Porst. Nach dem Verkauf der Apotheke gehört das Unternehmen mittlerweile zu einem Verbund von drei Apotheken mit weiteren Standorten in Schwerin und Rostock. Täglich besuchen zwischen 150 und 200 Kunden die Lindenapotheke in Ludwigslust, wo es insgesamt fünf Apotheken gibt.

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Aktionswoche mit Hautanalysen und Vitamin-D-Messungen

Filialleiterin Sabrina Gerhard kündigte im Gespräch mit unserer Redaktion die geplante Aktionswoche an. „Wir möchten unseren Besuchern und Partnern in dieser Märzwoche jeden Tag etwas Besonderes bieten“, erklärte sie. Interessierte können sich bereits jetzt für professionelle Hautanalysen in Zusammenarbeit mit der Firma Avène anmelden. Ebenso werden Vitamin-D-Messungen angeboten. Natürlich dürfen bei der Feier auch kleine Snacks, ein Glas Sekt und intensive Gespräche mit den Kunden nicht fehlen.

Herausforderungen im Apothekenalltag

Im Alltag der medizinischen Versorgung bereiten vor allem die zu geringen Vergütungen für Apothekendienste Probleme. Seit 2013 wurden diese im Land kaum angepasst und sind aktuell nicht auskömmlich. Viele Apotheken geben daher auf – in Ludwigslust gab es vor wenigen Jahren noch sieben Apotheken, heute sind es nur noch fünf. Geld wird hauptsächlich mit frei verkäuflichen Medikamenten oder Produkten verdient. Doch auch hier ist die Entwicklung aufgrund steigender Preise bedenklich. „Noch vor wenigen Jahren kostete ein Nasenspray 2,95 Euro, jetzt sind wir bereits bei 5,95 Euro angelangt“, berichtete Gerhard. Hinzu kommt die zunehmende Konkurrenz durch Internetapotheken.

Entlastung durch neues Notdienstsystem

Das Team der Lindenapotheke profitiert von einem neuen Notdienstsystem, das erst seit Kurzem eingeführt wurde. Statt der bisherigen 53 Notdienste sind es nun nur noch 38 für das Lindenteam. „Für die Mitarbeiter bedeutet das eine spürbare Entlastung“, betonte Gerhard. Allerdings müssen Kunden im ländlichen Raum im Ernstfall auch längere Wege in Kauf nehmen, um den Notdienst in Anspruch nehmen zu können.

Wichtige Rolle bei der Versorgung des Rettungsdienstes

Wie bedeutsam die Ludwigsluster Apotheke für die Region ist, zeigt sich auch in weiteren Aufgaben. Die Apotheke spielt eine zentrale Rolle bei der Versorgung der 75 Einsatzwagen des Rettungsdienstes im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Dafür sind entsprechende Lager- und Kühlmöglichkeiten sowie Sicherungseinrichtungen auf dem Firmengelände vorhanden. Trotz aller beruflichen Anforderungen werden auch Bedürftige nicht vergessen. So ging der Erlös aus dem Verkauf des neuen Apothekenkalenders an den örtlichen Hospizdienst.

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