Känguru-Chili in Erlanger Mensa: Exotisches Gericht erfreut sich großer Beliebtheit
Känguru-Chili in Erlanger Mensa: 400 Portionen verkauft

Känguru-Chili erobert die Erlanger Mensa

In der Mensa der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) in Erlangen hat ein ungewöhnliches Gericht für Furore gesorgt. Auf dem Speiseplan stand "Känguru Chili mit Basmatireis", ein exotisches Angebot, das bei Studierenden und Gästen auf großes Interesse stieß. Für Studenten war das Gericht zu einem Preis von 3,79 Euro erhältlich, während Angestellte und externe Besucher etwas mehr bezahlen mussten.

Positive Resonanz trotz anfänglicher Skepsis

Wie der "Münchner Merkur" berichtete, wurde das Känguru-Chili in der Mensa am Langemarckplatz serviert. "Auch wenn ein paar Gäste vor Ort sicherheitshalber nachgefragt haben, ob es sich tatsächlich um Kängurufleisch handelt, kam das Gericht insgesamt sehr gut an", erklärte die Kommunikationsabteilung der Universität. Die geplanten etwa 400 Portionen wurden vollständig verkauft, und die Mensa erhielt viel positives Feedback.

In sozialen Medien löste das Angebot lebhafte Diskussionen aus. Ein Nutzer auf Reddit postete einen Auszug der Speisekarte unter dem Titel "Wenn die Mensa wieder eine experimentelle Phase hat". In den Kommentaren wurde über den Geschmack des Fleisches debattiert. "Kann Känguru sehr empfehlen, schmeckt sehr gut", schrieb ein Nutzer. Andere äußerten sich kritischer: "Kängurufleisch schmeckt ekelhaft." Ein weiterer Beitrag bezog sich humorvoll auf den Autor Marc-Uwe Kling und seine "Känguru-Chroniken".

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Keine Premiere: Känguru seit 25 Jahren im Angebot

Entgegen dem ersten Anschein handelte es sich nicht um eine völlig neue Idee. Die FAU teilte mit, dass Kängurufleisch bereits seit rund 25 Jahren gelegentlich auf der Speisekarte steht. Der aktuelle Anlass war jedoch ein besonderer: "Tatsächlich war die Aktion dem Umstand zu verdanken, dass uns das Fleisch spontan von einem Großhändler angeboten wurde, dem ein anderer Kunde die Bestellung storniert hatte", so die Universität. Hätte die Mensa das Fleisch nicht abgenommen, wäre es höchstwahrscheinlich entsorgt worden.

Diese pragmatische Entscheidung führte zu einem kulinarischen Highlight für die Gäste und unterstreicht die Flexibilität der Mensa bei der Speiseplanung. Die erfolgreiche Aktion zeigt, dass exotische Gerichte durchaus ihren Platz in der studentischen Verpflegung finden können, insbesondere wenn sie nachhaltig und kostengünstig umgesetzt werden.

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