Uli Hoeneß, der 74-jährige Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat sich erneut zu einem möglichen Rückzug aus dem Fußballgeschäft geäußert. In einem Interview mit dem Streamingdienst DAZN betonte er, dass er keinen konkreten Zeitplan für diesen Schritt habe. Hoeneß ist derzeit Mitglied des Aufsichtsrats des Rekordmeisters, gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten Karl-Heinz Rummenigge.
Hoeneß über seine Rolle im Aufsichtsrat
„Wir greifen ins Tagesgeschäft überhaupt nicht ein“, erläuterte Hoeneß die Aufgaben des Aufsichtsrats. „Wenn aber jemand morgen käme im Klub und sagt: Jetzt wird es langsam Zeit. Da bin ich der Erste, der sagt, das war‘s.“ Allerdings glaube er nicht, dass der Verein es sich derzeit leisten könne, auf Karl-Heinz Rummenigge zu verzichten.
Seinen Einfluss auf das operative Geschäft beschrieb Hoeneß als begrenzt. „In 98 Prozent der Fälle ist es ja nicht so, dass ich von mir aus eingreife, sondern dass ich darum gebeten werde“, erklärte er. Derzeit sei der Zeitpunkt für einen Rückzug noch nicht gekommen. „Für die nächsten drei oder vier Jahre kann ich mir das gut vorstellen. Ich habe dabei überhaupt keinen festen Zeitplan. Entscheidend ist das Gefühl“, so Hoeneß.
Veränderungen im Aufsichtsrat angekündigt
Der Ehrenpräsident kündigte zudem Bewegung im Führungsgremium an: „Sie werden überrascht sein, was in den nächsten Monaten noch passiert – gerade auch im Aufsichtsrat. Wir sind dabei, einige Dinge zu verändern.“ Sobald „jüngere Leute, sagen wir um die 40, hier das Ruder übernehmen“, wolle man sich „ganz entspannt auf der Tribüne zurücklehnen und das Spektakel genießen“, ergänzte Hoeneß.
Hoeneß machte deutlich, dass er und Rummenigge nicht ewig im Amt bleiben werden, aber ein konkreter Abgangstermin stehe noch nicht fest. Die Fans des FC Bayern können also weiterhin mit der Erfahrung der beiden Fußball-Ikonen rechnen, bis der Generationenwechsel vollzogen ist.



