Wer sagt, dass Nahrungsergänzungsmittel immer gekauft werden müssen? Einige Basics lassen sich mit wenigen Zutaten selbst herstellen – günstig und mit dem guten Gefühl, genau zu wissen, was drinsteckt.
Calcium aus Eierschalen: Eine halbe Schale deckt den Tagesbedarf
Calcium hält Knochen und Zähne stabil, hilft bei der Blutgerinnung und sorgt dafür, dass Nerven und Muskeln richtig arbeiten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen täglich 1000 Milligramm – mehr als von jedem anderen Mineralstoff. Was viele wegwerfen, ist eine echte Calcium-Bombe: Eierschalen. Sie bestehen zu etwa 95 Prozent aus Calcium, meist in Form von Calciumcarbonat. Eine halbe Schale reicht bereits aus, um auf das tägliche Soll an Calcium zu kommen. Doch natürlich sollte nicht auf der rohen Schale gekaut werden. Hier herrscht Verletzungs- und Salmonellengefahr.
Eierschalen richtig verarbeiten
Schalen gründlich abspülen, damit keine Reste bleiben. Danach zehn bis 15 Minuten in kochendem Wasser auskochen, um Keime zu reduzieren. Anschließend komplett trocknen lassen. Dann kommen die Schalen für etwa 15 Minuten bei 100 Grad Umluft in den Ofen. Das sorgt für zusätzliche Hygiene und macht sie trocken genug zum Mahlen. Abkühlen lassen, dann im Mixer, in der Gewürzmühle oder mit dem Mörser zu feinem Pulver zermahlen. Je feiner, desto besser lässt es sich später verwenden. Das Pulver luftdicht aufbewahren und bei Bedarf in kleinen Mengen unter Speisen oder Getränke mischen.
Elektrolytdrink gleicht Mineralstoffverlust aus
Bei Anstrengung oder an heißen Tagen: Wenn der Schweiß läuft, verliert der Körper nicht nur Wasser. Auch Mineralstoffe gehen verloren. Pro Liter Schweiß sind das etwa 40 Milligramm Calcium, 20 Milligramm Magnesium, zehn bis 30 Mikrogramm Jod und eine Menge Natrium, wie Ökotrophologe Günter Wagner bei FITBOOK erklärte. Diese Stoffe sind wichtig für den Flüssigkeitshaushalt sowie für Muskeln und Nerven. Bei leichten Verlusten kann ein selbstgemixter Elektrolytdrink helfen.
Drei Zutaten für einen Elektrolytdrink
Das Rezept ist simpel: 250 Milliliter Orangensaft, 750 Milliliter Mineralwasser und ein Gramm Salz mischen. Ein Gramm Speisesalz liefert 400 Milligramm Natrium. Das ist knapp ein Drittel des Schätzwertes für eine angemessene Natriumzufuhr der DGE. Der Orangensaft bringt pro 100 Milliliter 183 Milligramm Kalium mit. Kalium spielt eine wichtige Rolle bei der Muskelkontraktion. Im Mineralwasser stecken Calcium und Magnesium – wie viel genau, steht auf dem Etikett. Als „calciumhaltig“ darf ein Wasser beworben werden, wenn es mindestens 150 Milligramm Calcium pro Liter enthält.
Ingwershots als DIY-Pulver vorbereiten
Ingwershots gelten als schneller Immun-Kick. Denn Ingwer wirkt antioxidativ und kann Zellen vor freien Radikalen schützen. Wer die scharfen Shots mag, kann sich eine Pulver-Variante auf Vorrat herstellen.
Ingwerpulver selbst herstellen
Ingwer gründlich waschen. Bei Bio-Ingwer kann die Schale dranbleiben, sonst schälen. In etwa einen Millimeter dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben bei 50 Grad Umluft zwei bis vier Stunden im Ofen trocknen, die Tür dabei leicht geöffnet lassen. Sind die Scheiben komplett trocken, werden sie im Mixer, in der Gewürzmühle oder im Mörser zu feinem Pulver gemahlen. Damit nichts verklumpt, das Pulver noch einmal auf einem Blech im warmen, ausgeschalteten Ofen etwa zehn Minuten nachtrocknen lassen. Optional durch ein Sieb geben, damit es besonders fein wird. Vor dem Abfüllen komplett abkühlen lassen und dann luftdicht, trocken und dunkel lagern. So hält sich selbstgemachtes Ingwerpulver mehrere Monate.



