Projektwoche: Gesundes Miteinander an Torgelower Grundschule
Projektwoche: Gesundes Miteinander in Torgelow

In der Pestalozzi-Grundschule in Torgelow herrschte kürzlich eine Woche lang reges Treiben. Die Projektwoche stand unter dem Motto „Gesundes Miteinander“ und bot den Kindern eine abwechslungsreiche Mischung aus Bewegung, Wissenschaft und Gesundheitsbildung. Die Begeisterung war groß, wie die lauten und fröhlichen Rufe aus der Turnhalle verrieten.

Kooperationsspiele in der Turnhalle

In der Turnhalle der Schule war es ohrenbetäubend laut. Viertklässler schrien durcheinander, feuerten sich gegenseitig an und quietschten vor Vergnügen. Auf dem Programm standen Koordinationsspiele, die von zwei Mitarbeitern des Zentrums für Erlebnispädagogik und Umweltbildung (Zerum) in Ueckermünde angeleitet wurden. Eine besondere Herausforderung war das Überqueren der Halle auf Getränkekisten. Unter der Aufsicht von Jonathan Volker mussten alle Kinder der Klasse 4d auf den Kisten balancieren, ohne den Boden zu berühren oder den Kontakt zu den Kisten zu verlieren. „Hier geht es um echte Zusammenarbeit und Kooperation“, erklärte Volker. Auch Ausdauer und das gegenseitige Aufpassen spielten eine große Rolle.

Kommunikation, Kooperation und Konzentration

In einem kleineren Raum der Halle wurde ein großes rundes Tuch von allen Kindern der Klasse 4c und Johan Reinert gehalten. Sie zogen es nach oben und ließen es langsam sinken, während zwei oder vier Kinder darunter hindurchliefen. „Hier geht es um die Gruppe, nicht um das Individuum. Das hat einen sozialen Aspekt“, erläuterte Reinert. Er lobte die Kinder für ihre Konzentration und Ausdauer, die sie über 45 Minuten hinweg aufbrachten. „Wegen der Ablenkung war das eine große Leistung der Klasse“, so Reinert.

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Wissenschaft und Forschung zum Anfassen

Eine andere Station wurde von Mitarbeitern des Helmholtz-Instituts Greifswald betreut, die das Projekt CiFly vorstellten. Schulsozialarbeiter Ralf Gleditzsch berichtete: „Die Kinder haben wie kleine Wissenschaftler gearbeitet.“ Sie sammelten echte Proben, die später ausgewertet wurden. „Es wurden auch Keime anhand von Glitzerpulver sichtbar gemacht und gezeigt, wie sie sich verteilen“, erklärte Gleditzsch. Das Projekt ist Teil der Initiative One-Health-Region Vorpommern (Gesundheitsregion).

Verschiedene Stationen

Insgesamt waren sechs Stationen eingerichtet. In den Klassenräumen drehte sich alles um Zahngesundheit und die Zahnrettungsbox, das Leben im Rollstuhl, Physiotherapie und richtige Haltung, Hygiene sowie richtiges Hören. „Das Besondere ist, dass wir die Themen nicht nur theoretisch, sondern praktisch angehen. Wenn man zum Beispiel selbst im Rollstuhl sitzt, kann man es auch besser verstehen“, betonte Ralf Gleditzsch, der die Woche zusammen mit Michael Blaha organisierte.

Michael Blaha, früher selbst Sozialarbeiter an der Schule, hatte bereits von 2011 bis 2019 Projektwochen für Menschen mit Behinderungen organisiert. Nach der Corona-Pandemie wurde das vom Landkreis unterstützte Projekt in „Woche des gesunden Miteinanders“ umbenannt. „Alle Mitstreiter aus den Institutionen haben ehrenamtlich mitgearbeitet. Dafür gebührt ihnen Dank“, hob Blaha hervor.

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