Sana Klinik Templin als lokales Traumazentrum für drei Jahre bestätigt
Beim diesjährigen Frühjahrsempfang der Sana Klinik Templin zog Klinikdirektor Florian Schulz eine erfolgreiche Bilanz und verkündete eine bedeutende Nachricht für die medizinische Versorgung in der Uckermark. Die Klinik hat ihre Rezertifizierung als lokales Traumazentrum erhalten und damit die Zulassung für die kommenden drei Jahre gesichert. Dieses Ergebnis folgt auf umfassende Strukturprüfungen durch den medizinischen Dienst und stellt einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft des Hauses dar.
Zukunftssicherung durch strategische Planung
Florian Schulz betonte vor zahlreichen Gästen aus Politik, Medizin und Pflege, dass die Templiner Klinik nun beweisen könne, „dass exzellente Versorgung kein Widerspruch zum ländlichen Raum darstellt“. Das strategische Ziel ist klar definiert: Bis 2027 soll die Klinik in der Krankenhausplanung des Landes Brandenburg mit zentralen Fachbereichen fest verankert werden. Dazu gehören die allgemeine innere Medizin, komplexe Gastroenterologie, Geriatrie, allgemeine Chirurgie sowie Intensiv- und Notfallmedizin. Der Status Quo soll nicht nur erhalten, sondern durch zusätzliche spezialärztliche Leistungen erweitert werden.
Positive Entwicklungen bei Belegung und Personal
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Von 2021 bis 2025 konnte das Templiner Krankenhaus seine Belegungszahlen um 10,7 Prozent steigern. Diese Entwicklung führt nach Aussage von Schulz zu mehr Stabilität in der regionalen Versorgung und erhöhter Verlässlichkeit für ambulante Akteure, Rettungsdienste und vor allem für die Patienten. Parallel dazu stieg die Zahl der Vollzeitkräfte um 13,82 Prozent, während die Ausbildungsplätze von 13 auf 19 erhöht wurden. Besonders der Pflegebereich wurde deutlich gestärkt.
Neue Führung und Fachkräftegewinnung
Beim Empfang wurde Dr. Britta Brien als neue Geschäftsführerin für die Sana-Häuser in Templin und Sommerfeld vorgestellt. Sie dankte dem Klinikdirektor, den Chefärzten und der Pflegedirektorin für ihre qualitativ hochwertige Patientenversorgung. Auf Tarifforderungen angesprochen, zeigte sie Verständnis für die Anliegen der nichtärztlichen Beschäftigten und signalisierte Bewegung in den anstehenden Verhandlungen. Gleichzeitig wies sie auf die chronische Unterfinanzierung kleiner Krankenhäuser der Grundversorgung hin, betonte aber: „Templin soll auf jeden Fall bleiben“.
Die Personalgewinnung zeigt weitere Erfolge: 2025 konnte mit Dr. Roderich Bender der dritte Geriater für Templin gewonnen werden. Ab 1. April tritt Dr. Thomas Rost als neuer Chefarzt der Chirurgie mit Spezialisierung auf minimalinvasive Chirurgie seine Stelle an. Auch die Fachärztin Stefanie Neumann schloss erfolgreich ihre Ausbildung in Templin ab.
Internationale Fachkräfte finden Heimat in Templin
Besonders erfreulich ist die Integration ausländischer Pflegekräfte und Mediziner. Die Klinik begleitet sie kollegial in ihren Anerkennungsverfahren und konnte erstmals eine Ärztin, die Kolumbianerin Sara Espinosa Duque, erfolgreich bis zur Approbation führen. Auch die ersten beiden ausländischen Pflegefachkräfte, Alpha Keytz Sibbaluca und Stella Panelo, durchliefen erfolgreich ihre berufliche Anerkennung.
Unterstützung durch die Stadt Templin
Bürgermeister Christian Hartphiel zeigte sich erleichtert über die personelle Stabilisierung der Klinik. „Denn was nützen all die Investitionen, wenn es an Fachkräften mangelt?“, fragte er rhetorisch. Die Stadt unterstützt aktiv bei der Wohnungssuche für neue Mitarbeiter, um die Attraktivität des Standortes zu erhöhen.
Der Jahresempfang fand im Rahmen des Jubiläumsjahres statt – die Sana Klinik Templin feiert 20 Jahre Bestehen, während der Sana-Konzern auf 50 Jahre zurückblickt. Die Veranstaltung bot Klinikärzten, Pflegefachkräften und Gästen aus Politik und Gesundheitsversorgung der Region Raum für angeregte Gespräche und unterstrich die Bedeutung der Klinik für die medizinische Infrastruktur in Brandenburg.



