WHO lässt erstes Malaria-Medikament für Babys zu
WHO lässt erstes Malaria-Medikament für Babys zu

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals ein Malaria-Medikament speziell für Neugeborene und Babys mit einem Gewicht von bis zu fünf Kilogramm zugelassen. Die WHO erklärte die spezifische Version des Kombinationspräparats Artemether-Lumefantrin als sicher und wirksam. Bislang mussten die Jüngsten mit Dosen behandelt werden, die eigentlich für ältere Kinder vorgesehen waren, was das Risiko von Nebenwirkungen erhöhte.

Versorgungslücke für Millionen Babys geschlossen

Nach Angaben der WHO werden jährlich rund 30 Millionen Babys in den Malariagebieten Afrikas geboren. Viele von ihnen erhielten bislang Medikamente in Dosierungen für ältere Kinder, was zu Über- oder Unterdosierung führen konnte. Das neue Medikament ist speziell auf die Bedürfnisse von Neugeborenen und Kleinstkindern abgestimmt und soll helfen, diese Versorgungslücke zu schließen.

Kinder unter fünf Jahren besonders gefährdet

Kinder unter fünf Jahren machen 75 Prozent der Malaria-Todesfälle aus. 95 Prozent der Malariafälle und Todesfälle werden aus Afrika gemeldet. Im Jahr 2024 gab es weltweit 265 Millionen Malariaerkrankungen und 579.000 Todesfälle. Die WHO empfiehlt weiterhin mit Insektiziden präparierte Moskitonetze, um Mückenstiche zu vermeiden. Seit einigen Jahren stehen auch Impfstoffe zur Verfügung, die einen gewissen Schutz bieten.

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Grünes Licht für Länder und UN-Organisationen

Die Zulassung durch die WHO ermöglicht es Ländern, die keine eigenen Kapazitäten für aufwendige Medikamentenprüfungen haben, das Präparat zuzulassen. Zudem können UN-Organisationen das Medikament einkaufen und mit Zustimmung der betroffenen Länder einsetzen. Die Entscheidung fiel kurz vor dem Weltmalariatag am 25. April.

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