Coronavariante BA.3.2 („Cicada“): Das müssen Sie über die neue Omikron-Linie wissen
Während Erkältungs- und Grippewellen allmählich abklingen und die Pollensaison beginnt, bleibt das Coronavirus weiterhin präsent. Zwar verlaufen Infektionen in der Regel mild wie ein einfacher Schnupfen, doch das Risiko für Long Covid besteht nach wie vor. Gesundheitsbehörden weltweit beobachten aktuell mit besonderer Aufmerksamkeit die neue Variante BA.3.2, die unter dem Namen „Cicada“ bekannt ist.
Einstufung und Verbreitung der Variante
BA.3.2 gehört zur Omikron-Familie und wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell als „Variante unter Beobachtung“ geführt. Das Robert Koch-Institut meldete, dass ihr Anteil in Deutschland zum Jahreswechsel bei 38 Prozent lag, mittlerweile jedoch auf etwa fünf Prozent gesunken ist. Obwohl sich die Fallzahlen von BA.3.2 noch auf einem niedrigen Niveau befinden, ist eine Zunahme zu verzeichnen. Besonders auffällig ist die genetische Entwicklung des Coronavirus mit dieser Variante.
Die Variante wurde bereits in 23 Ländern nachgewiesen und breitet sich vor allem in Amerika, Europa sowie im westpazifischen Raum aus. Dennoch bleibt sie insgesamt auf niedrigem Niveau. Von Anfang Februar bis Anfang März machte BA.3.2 lediglich sechs Prozent aller Corona-Fälle aus. Deutlich häufiger traten die Varianten XFG (53 Prozent) und NB.1.8.1 (23 Prozent) auf. In den Niederlanden erreichte BA.3.2 zeitweise etwa ein Drittel der Fälle, während sie in den USA bei Reisenden, Patientenproben und in Abwasseranalysen festgestellt wurde.
Genetische Besonderheiten und Gefahrenpotenzial
Genetisch geht BA.3.2 auf die Linie BA.3 zurück und weist mit 70 bis 75 Mutationen zahlreiche Veränderungen im Spike-Protein auf. Ein aktueller Bericht des CDC vom März 2026 deutet darauf hin, dass diese Mutationen den Schutz durch Impfungen oder frühere Infektionen verringern könnten. Aus diesem Grund bleibt eine kontinuierliche Überwachung der Variante unerlässlich.
Laborstudien zeigen, dass BA.3.2 dem Immunschutz besser entkommen kann, jedoch schwächer an menschliche Zellen bindet. Als deutlich durchsetzungsfähiger gilt hingegen die Variante NB.1.8.1 („Nimbus“).
Symptome und aktuelle Lage in Deutschland
Bislang sind keine spezifischen Symptome für eine Infektion mit BA.3.2 bekannt. Es wird angenommen, dass die BA.3.2-Linie vergleichbare Beschwerden wie andere Corona-Infektionen mit sich bringt. Gemeldet werden unter anderem:
- Halsschmerzen und Husten
- Kurzatmigkeit und Schnupfen
- Geruchs- oder Geschmacksverlust
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Erschöpfung sowie Magen-Darm-Beschwerden
Wegen eingeschränkter Testungen dürfte die tatsächliche Fallzahl höher liegen als offiziell gemeldet. In Deutschland lag der Anteil von BA.3.2 in Kalenderwoche 12 bei etwa fünf Prozent, während NB.1.8.1 mit circa 60 Prozent und XFG mit circa 30 Prozent deutlich überwogen.
Fazit: Die Coronavariante BA.3.2 („Cicada“) bleibt trotz aktuell geringer Verbreitung im Fokus der Gesundheitsbehörden. Ihre genetischen Mutationen erfordern weiterhin sorgfältige Beobachtung, auch wenn andere Varianten derzeit dominieren.



