Grippewelle in Thüringen zeigt erste Entspannung
Die aktuelle Grippesaison in Thüringen scheint vorerst ihren Höhepunkt überschritten zu haben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist die Zahl der wöchentlichen Neuerkrankungen zuletzt leicht zurückgegangen. In der Woche vor den Winterferien wurden 1.792 neue Influenza-Fälle gemeldet, nachdem eine Woche zuvor noch 1.911 Erkrankungen registriert worden waren - der bisherige Saisonhöchstwert.
Gesamtzahl der Fälle seit Oktober
Seit Beginn der Grippesaison im Oktober haben die Gesundheitsbehörden in Thüringen insgesamt 10.135 bestätigte Influenza-Fälle gezählt. Besonders betroffen waren dabei kleine Kinder, bei denen die Infektionszahlen besonders hoch lagen. Die Behörden weisen jedoch darauf hin, dass von einer gewissen Dunkelziffer auszugehen ist, da Ärzte bei eindeutigen klinischen Symptomen nicht immer eine Labordiagnostik zur direkten Nachweisung von Grippeviren veranlassen.
Stationäre Behandlungen und Todesfälle
Die Auswirkungen der Grippewelle bleiben dennoch spürbar. In dieser Saison sind in Thüringen bislang mindestens 33 Menschen in der Altersgruppe der 50- bis über 80-Jährigen unmittelbar an Influenza gestorben. Zudem wurden 1.670 Personen wegen einer Virusgrippe stationär im Krankenhaus behandelt. Diese Zahlen unterstreichen die ernste gesundheitliche Belastung, die von der saisonalen Grippewelle ausgeht.
Rückgang der Arztbesuche
Ein weiteres positives Signal ist der Rückgang der Arztbesuche wegen akuter Atemwegserkrankungen. In der Vorferienwoche kam es bezogen auf 100.000 Einwohner zu rund 1.900 Arztkontakten wegen Grippe oder anderer Atemwegsinfektionen. Hochgerechnet auf ganz Thüringen entspricht dies etwa 40.000 Arztbesuchen. Besonders bei Kindern bis 14 Jahre sei ein deutlicher Rückgang der Arztbesuche zu verzeichnen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.
Die Entwicklung wird von den Gesundheitsbehörden weiterhin genau beobachtet. Ob es sich bei dem aktuellen Rückgang tatsächlich um den Beginn einer dauerhaften Entspannung handelt oder nur um eine vorübergehende Schwankung, bleibt abzuwarten. Die Experten raten weiterhin zu Vorsichtsmaßnahmen und empfehlen insbesondere Risikogruppen, sich impfen zu lassen und bei Symptomen frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen.



