Nach selbstgekochtem Fisch: Krebs-Überlebende kämpft gegen lebensgefährlichen Botulismus
Krebs-Überlebende kämpft nach Fisch-Mahlzeit gegen Botulismus

Nach selbstgekochtem Fisch: Krebs-Überlebende kämpft gegen lebensgefährlichen Botulismus

Die junge Frau Trinity Peterson-Mayes (24) aus Phoenix in den USA kennt den Kampf ums Überleben bereits aus eigener, schmerzhafter Erfahrung. Nun liegt sie erneut in einem Krankenhaus und ringt mit den Folgen einer extrem seltenen und lebensbedrohlichen Vergiftung. Ihr Schicksal zeigt auf erschütternde Weise, wie zerbrechlich das menschliche Leben sein kann.

Ein Leben voller medizinischer Kämpfe

Bereits im Kindesalter musste Trinity Peterson-Mayes zweimal das Unvorstellbare bewältigen. Mit nur zwei Monaten wurde bei ihr eine seltene Krebsart diagnostiziert. Jahre später, im Alter von elf Jahren, folgte der nächste schwere Schicksalsschlag: Sie erkrankte erneut, diesmal an einem aggressiven Knochenkrebs. Trotz aller Widrigkeiten kämpfte sich das Mädchen durch und überwand beide Erkrankungen.

Ein ungewöhnliches Gericht mit fatalen Folgen

Im Februar dieses Jahres kam es dann zu einem Vorfall, der ihr Leben erneut komplett auf den Kopf stellte. Bei einem Treffen mit Freunden probierte die 24-Jährige ein ungewöhnliches, selbstgemachtes Gericht: fermentierten Schwertfisch. „Es hat schrecklich geschmeckt, ich bin ganz ehrlich. Ich dachte mir, im schlimmsten Fall bekomme ich Bauchschmerzen“, erinnert sich Trinity Peterson-Mayes. Doch die Reaktion ihres Körpers war weitaus dramatischer.

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Schnell entwickelten sich massive Probleme beim Trinken. „Langsam, innerhalb von 24 Stunden, ging es von ‚Ich kann kein Wasser mehr schnell trinken‘ zu ‚Ich kann überhaupt kein Wasser mehr trinken‘“, schilderte sie dem Sender KPNX. Nachdem sie sich sogar an einem Schluck Kaffee verschluckt hatte, suchte sie umgehend ein Krankenhaus auf.

Die Diagnose: Botulismus

Zunächst konnten die behandelnden Ärzte nicht herausfinden, was mit der jungen Frau nicht stimmte. Ihr Zustand verschlechterte sich jedoch rapide. Erst nach der Verlegung ins St. Joseph’s Medical Center in Phoenix und anschließend ins Barrow Neurological Institute stellten Spezialisten die erschreckende Diagnose: Botulismus.

Diese äußerst seltene Krankheit wird durch ein starkes Nervengift verursacht, das die Muskulatur angreift und lähmen kann. Notfallarzt Dr. Frank LoVecchio erklärte gegenüber KPNX: „Es verursacht eine Lähmung der Muskeln – vor allem der Brustmuskeln, die für das Atmen verantwortlich sind.“

Die Patientin selbst beschreibt ihre Situation als zutiefst beängstigend: „Es war sehr beängstigend. Ich wachte im Krankenhaus auf und hatte drei Infusionen. Ich war intubiert, hatte einen zentralen Zugang im Hals und eine Magensonde. Ich konnte nicht sprechen und nicht laufen.“

Zwei weitere Erkrankungen und ein langer Weg der Genesung

Auch zwei ihrer Freunde, die ebenfalls von dem fermentierten Schwertfisch probiert hatten, erkrankten an Botulismus. Sie konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Für Trinity Peterson-Mayes beginnt der eigentliche Kampf jedoch erst jetzt.

Ihre Mutter Loren Amatruda schrieb auf einer Spenden-Seite: „Die Erholung von Botulismus kann Wochen bis Monate dauern, manchmal sogar länger, und erfordert oft umfangreiche Rehabilitation und Therapie.“ Sie fügte bewundernd hinzu: „Trotz all dem zeigt Trinity weiterhin die gleiche Stärke und Widerstandskraft, die ihr schon als Kind geholfen hat, zweimal den Krebs zu überleben.“

Der Fall der jungen Frau verdeutlicht nicht nur die Gefahren bestimmter Lebensmittel, sondern auch die unglaubliche Widerstandskraft des menschlichen Körpers und Geistes. Während sie sich nun der langwierigen Rehabilitation stellen muss, bleibt ihre Geschichte ein beeindruckendes Zeugnis von Überlebenswillen und medizinischen Herausforderungen.

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