Vierjährige verschluckt Knopfzelle: Lebensgefährliche Verätzung der Speiseröhre
Ein tragischer Vorfall in Kalifornien zeigt die versteckte Gefahr von Kleinstbatterien. Die vierjährige Camila Romero aus San Bernardino verschluckte eine winzige Knopfzelle, die ein Loch in ihre Speiseröhre ätzte. Seit zwei Wochen liegt das Mädchen im künstlichen Koma und kämpft um sein Leben.
Ärzte diagnostizierten zunächst Virusinfektion
Als die besorgten Eltern ihre Tochter vor gut zwei Wochen mit Fieber ins Krankenhaus brachten, vermuteten die behandelnden Ärzte zunächst eine harmlose Virusinfektion. Doch der Zustand des Kindes verschlechterte sich kontinuierlich. Auf Drängen der Mutter, die eine Lungenentzündung befürchtete, wurde schließlich eine Röntgenaufnahme angefertigt.
Die Bilder offenbarten den schockierenden Befund: In Camilas Körper steckte eine Minibatterie, die bereits erheblichen Schaden angerichtet hatte. „Etwas so Kleines hat etwas so Großes verursacht“, sagte Mutter Cassandra T. unter Tränen gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender KTLA.
Batterie reagiert mit Speichel zu ätzender Lauge
Die Ärzte entfernten die Knopfzelle zwar umgehend, doch die gesundheitlichen Folgen waren verheerend. Beim Verschlucken reagieren solche Batterien mit dem Speichel und bilden eine ätzende Lauge. Diese kann bereits nach 15 Minuten erste Verätzungen in der Speiseröhre verursachen.
Nach zwei Stunden drohen schwerwiegende Komplikationen wie Lochbildungen, Blutungen oder Verengungen der Speiseröhre. Bei Camila ätzte die Batterie ein Loch, das nur etwa drei Millimeter von der Lunge entfernt liegt – eine extrem gefährliche Situation.
Kritischer Zustand erfordert weitere Operationen
Das Mädchen befindet sich derzeit im Kinderkrankenhaus in Loma Linda, Südkalifornien. Ihr Zustand wird als kritisch beschrieben. Camila muss sich einer weiteren Operation unterziehen, um ein weiteres Loch in ihrer Brust verschließen zu lassen.
Die Eltern wissen nicht, wie ihre Tochter an die Knopfzellenbatterie gelangte oder wann sie diese verschluckte. Solche Minibatterien finden sich in zahlreichen Alltagsgegenständen wie Fernbedienungen, Taschenrechnern, Uhren und Spielzeug.
Familie erhält Unterstützung durch Spendenaktion
Um die Familie finanziell zu entlasten, wurde auf der Plattform GoFundMe eine Sammelaktion gestartet. Camilas Eltern, Cassandra T. und Hugo R., durchleben derzeit eine schwere Zeit, während ihre Tochter weiter um ihr Leben kämpft.
Dieser tragische Fall unterstreicht die Bedeutung erhöhter Vorsicht im Umgang mit Kleinstbatterien, insbesondere in Haushalten mit kleinen Kindern. Die unscheinbaren Energiequellen können bei Verschlucken innerhalb kürzester Zeit lebensbedrohliche Verletzungen verursachen.



