Nach Blitz-Schließung in Niedersachsen: Nächstes Pflegeheim der Ambiente-Care-Kette in Dresden vor dem Aus?
Pflegeheim-Kette Ambiente Care: Nächster Standort in Dresden in der Krise

Pflegekette Ambiente Care: Erneute Krise in Dresdner Seniorenresidenz

Nach der abrupten Schließung eines Altenheims in Laatzen, Niedersachsen, gerät nun ein weiterer Standort der Pflegekette Ambiente Care in massive Schwierigkeiten. In der Seniorenresidenz Sophie in Dresden rückte am Gründonnerstag die Heimaufsicht an, nachdem sich besorgniserregende Missstände häuften. Die Versorgung der betagten Bewohner steht auf dem Spiel, während das Personal seit Wochen auf ausstehende Gehälter wartet.

Heimaufsicht bestätigt Prüfung – Gehaltszahlungen ausgeblieben

Gabriele Reichel vom Kommunalen Sozialverband Sachsen (KSV) bestätigte gegenüber Medien eine anlassbezogene Prüfung durch die Heimaufsicht. Der Hintergrund: Mitarbeiter haben ihre Gehälter nicht erhalten. Ein Insider berichtet: „Im Februar gab es nur 600 Euro, das März-Gehalt wurde bislang gar nicht gezahlt.“ Viele Beschäftigte haben sich daraufhin krankgemeldet, doch einige kommen weiterhin aus Mitleid mit den Bewohnern zur Arbeit.

Das Unternehmen Ambiente Care, mit Sitz in Bayern, reagierte auf Nachfragen nur mit einer knappen Stellungnahme. Firmensprecherin Patricia Toews betonte: „Ich kann Ihnen bestätigen, dass die Heimaufsicht unsere Einrichtung in Dresden heute besucht hat. Dabei wurde festgestellt, dass die Versorgung unserer Bewohnerinnen und Bewohner zum jetzigen Zeitpunkt gewährleistet ist.“ Konkrete Angaben zu Mitarbeiterzahlen oder der aktuellen Personalsituation blieben jedoch aus.

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Grundversorgung über Ostern gesichert – Zukunft ungewiss

Die Heimaufsicht Sachsen stellt klar, dass die Versorgung der Bewohner aktuell nur durch das hohe Engagement der verbliebenen Mitarbeiter aufrechterhalten wird. KSV-Sprecherin Reichel erklärte: „Nach Beendigung der heutigen Prüfung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass durch das hohe Engagement und die Bereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Versorgung der Bewohnenden mit einer Grundabsicherung über die Osterfeiertage sichergestellt werden kann.“ Wie es nach den Feiertagen weitergeht, bleibt vollkommen offen.

Das Unternehmen Ambiente Care weist Gerüchte über eine drohende Insolvenz zwar zurück, räumt aber ein: „Im Zusammenhang mit den Gehaltszahlungen ist es zu Verzögerungen gekommen.“ Zudem kursieren im Heim Gerüchte, dass auch Rechnungen für Strom nicht bezahlt wurden und die Energieversorgung am 7. April 2026 gekappt werden könnte.

Energieversorger gibt Entwarnung – Bewohner leben in Angst

Der Dresdner Energieversorger SachsenEnergie wollte sich zum konkreten Fall nicht äußern, betonte jedoch grundsätzlich: „SachsenEnergie als Stromversorger einer Seniorenresidenz würde niemals ohne Vorwarnung Strom, Fernwärme oder Wasser abschalten, auch nicht nach einem mehrstufigen Mahnverfahren.“ In einem solchen Fall würden die zuständigen Ämter informiert, um eine Gefährdung der Bewohner auszuschließen.

Insider berichten, dass die Entscheidung über die Zukunft des Dresdner Standorts nur nach Ostern verschoben wurde. Sollten weitere Mitarbeiter aussteigen, könnte die Versorgung der 180 Bewohner kritisch werden. Viele betagte Menschen fürchten, ihr Zuhause zu verlieren, während das Personal um Jobs und ausstehende Gehälter bangt. Aus Angst vor Repressalien will sich niemand öffentlich über den Betreiber äußern.

Die Situation erinnert an die Blitz-Schließung in Laatzen, Niedersachsen, wo Bewohner vor Ostern Hals über Kopf ausziehen mussten. Ob die Dresdner Seniorenresidenz ein ähnliches Schicksal ereilt, bleibt abzuwarten. Die Heimaufsicht und der Kommunale Sozialverband Sachsen beobachten die Entwicklung weiterhin mit größter Sorgfalt.

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