Spenderherz beim Transport erfroren: Zweijähriger Junge in Neapel hat keine Überlebenschance mehr
Spenderherz erfroren: Zweijähriger in Neapel ohne Hoffnung

Spenderherz beim Transport zerstört: Zweijähriger Junge in Neapel hat keine Überlebenschance

In Neapel hat sich eine medizinische Tragödie ereignet, die eine Familie in tiefste Verzweiflung stürzt. Ein zweijähriger Junge, der dringend ein neues Herz benötigte, wird nach einer fehlgeschlagenen Transplantation nicht überleben. Die Ärzte haben nun entschieden, dass eine erneute Operation medizinisch keinen Sinn mehr macht.

Falsche Lagerung des Spenderorgans

Der herzkranke Junge, dessen Name aus Schutzgründen geändert wurde, kam mit einem schweren Herzfehler zur Welt. Nach monatelangem Warten fand sich kurz vor Weihnachten endlich ein passendes Spenderorgan: das Herz eines vierjährigen Jungen, der in einem Schwimmbad ertrunken war. Doch beim Transport nach Neapel geschah das Unglaubliche.

Statt in herkömmlichem Eis wurde das lebenswichtige Organ in viel kälterem Trockeneis gelagert. Die Folge: Das Herz erfror buchstäblich und wurde für eine Transplantation unbrauchbar. Da das eigene Herz des Patienten bereits entnommen worden war, setzten die Ärzte das beschädigte Organ dennoch ein – in der verzweifelten Hoffnung, es könnte vielleicht funktionieren.

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Ärztliches Gremium beschließt: Keine zweite Transplantation

Am Mittwoch traf sich ein Gremium von Medizinern verschiedener Kliniken in Neapel, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Nach ausführlichen Untersuchungen kamen sie zu einem vernichtenden Urteil: „Auf der Grundlage der letzten Untersuchungen wird festgestellt, dass der Zustand des Kindes nicht mit einer neuen Transplantation vereinbar ist“, erklärten die Ärzte in einer offiziellen Mitteilung.

Der kleine Patient liegt seit der fehlgeschlagenen Operation auf der Intensivstation des Monaldi-Klinikums in Neapel und wird künstlich am Leben gehalten. Seine Mutter Patrizia hatte zunächst die Hoffnung nicht aufgegeben und im italienischen Fernsehen erklärt: „Wir warten auf ein neues Herz für meinen Sohn, er kämpft wie ein Krieger.“

Besonders tragische Wendung

Die Situation spitzt sich noch weiter zu: Seit Dienstag steht tatsächlich ein neues Spenderherz zur Verfügung – doch dieses wird nun einem anderen Kind von der Warteliste eingesetzt. Der Anwalt der Familie, Francesco Petruzzi, gab bekannt, dass die Chance, dass dieses Herz dem zweijährigen Jungen das Leben retten könnte, bei lediglich zehn Prozent gelegen hätte. Die Mutter hätte einer Transplantation trotzdem zugestimmt.

Die Familie durchleidet seit der Geburt ihres Sohnes eine emotionale Achterbahnfahrt:

  • Zuerst die Diagnose des angeborenen Herzfehlers
  • Dann das monatelange Warten auf ein Spenderorgan
  • Die kurze Hoffnung, als endlich ein passendes Herz gefunden wurde
  • Den Schock, als dieses durch Transportfehler zerstört wurde
  • Und nun die endgültige Gewissheit, dass ihr Sohn nicht gerettet werden kann

Die Ärzte betonen, dass ihre Entscheidung ausschließlich auf medizinischen Gründen basiert und das Wohl des Kindes im Mittelpunkt steht. Dennoch bleibt für die Eltern die quälende Frage: Wie viel Leid muss eine Familie noch ertragen?

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