Bürokratie blockiert Rückkehr: Fachkraft aus Schweiz im Harz gestoppt
Bürokratie stoppt Pflegefachkraft aus Schweiz im Harz

Nach mehr als 23 Jahren in der Schweiz ist Marei Oppermann in ihre Heimatstadt Wernigerode zurückgekehrt. Die 45-jährige Pflegefachfrau erlebte im ersten Monat im Harz jedoch mehrere Schocks: Bei Behörden und auf der Suche nach einem Arbeitsplatz stieß sie auf immense Hürden.

Rückkehr aus der Schweiz: Ein Neustart voller Hindernisse

Marei Oppermann zog es aus familiären Gründen zurück nach Wernigerode. Ihre Mutter benötigt Unterstützung, und die erfahrene Pflegekraft wollte in der Region neu Fuß fassen. Doch was wie ein einfacher Neuanfang klingen mag, entpuppte sich als bürokratischer Albtraum.

Bürokratie als größte Hürde

Obwohl Oppermann in der Schweiz hochqualifiziert arbeitete, werden ihre Abschlüsse in Deutschland nicht automatisch anerkannt. Die Anerkennung ihrer Qualifikationen zieht sich hin und verhindert eine schnelle Arbeitsaufnahme. „Ich bin ausgebremst worden – von Papierkram und Zuständigkeiten, die niemand so richtig kennt“, klagt die Pflegefachfrau.

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Wohnungssuche und Behördengänge

Nach anfänglichen Schwierigkeiten fand Oppermann eine Wohnung in der Wernigeröder Burgbreite. Doch die Freude währte kurz: Die zuständigen Behörden verlangten unzählige Nachweise und Formulare, die sie aus der Schweiz beschaffen musste. „Das kostet Zeit und Nerven“, so Oppermann.

Fachkräftemangel trifft auf Bürokratie

Dabei sucht die Region händeringend Pflegekräfte. Der Fachkräftemangel im Harz ist akut, doch die Bürokratie verhindert, dass qualifizierte Rückkehrer wie Oppermann schnell eingesetzt werden können. „Es ist paradox: Wir brauchen dringend Fachkräfte, aber das System macht es ihnen unnötig schwer“, kritisiert ein Sprecher der Stadt Wernigerode.

Oppermanns Appell

Marei Oppermann hofft, dass ihre Geschichte ein Umdenken anstößt. „Die Politik redet viel über Fachkräftemangel, aber an der Basis tut sich zu wenig“, sagt sie. Sie wünscht sich eine schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse und weniger bürokratische Hürden für Rückkehrer. Bis dahin bleibt sie im Harz – und kämpft weiter um ihren Neustart.

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