Chefärzte des Klinikums Dessau fordern Vertragsverlängerung der Geschäftsführung
Chefärzte fordern Vertragsverlängerung für Klinikleitung Dessau

Ungewöhnliche Solidaritätsbekundung: Chefärzte setzen sich für Klinikleitung ein

In Dessau hat sich ein bemerkenswerter Vorgang im Gesundheitswesen ereignet. Zahlreiche Chefärzte des Städtischen Klinikums sind mit einer öffentlichen Stellungnahme an die Öffentlichkeit getreten, um sich für den Verbleib der aktuellen Geschäftsführung einzusetzen. Normalerweise konzentrieren sich die medizinischen Leiter auf die Patientenversorgung und fachliche Aufklärung, doch diesmal haben sie bewusst die politische Bühne betreten.

Erfolgreiche Krisenführung als Argument

Die Geschäftsführer Bjoern Saft und Christoph U. Herborn haben das Klinikum Dessau durch schwierige Zeiten geführt und dabei nachweisbare Erfolge erzielt. Trotz dieser positiven Bilanz gestaltet sich die Vertragsverlängerung der beiden Führungskräfte überraschend schwierig. Die Stadtspitze zeigt sich zögerlich, was bei den medizinischen Leitern des Hauses auf Unverständnis stößt.

Zu den prominenten Unterstützern gehören Dr. Sybille Spieker, Prof. Dr. Henryk Barthel, Dr. Georg Fürnau, Dr. Justus Kleine, Dr. Sebastian Brandt, Prof. Dr. Gerhard Behre und Dr. Robert Rotter. Diese Chefärzte vertreten unterschiedliche Fachbereiche und haben sich gemeinsam für eine klare Position entschieden.

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Kontinuität als oberstes Gebot

Die Mediziner begründen ihr Engagement mit der Notwendigkeit von Kontinuität im Klinikalltag. „Für unsere Mitarbeiter, Kollegen und vor allem für die Patienten ist Verlässlichkeit in der Führungsebene von entscheidender Bedeutung“, lässt sich aus ihren Aussagen ableiten. Sie befürchten, dass ein Wechsel an der Spitze die erreichten Stabilisierungserfolge gefährden könnte.

Die ungewöhnliche Aktion der Chefärzte unterstreicht, wie ernst die Situation am Dessauer Klinikum eingeschätzt wird. Normalerweise halten sich medizinische Leiter aus administrativen Personalentscheidungen heraus, doch in diesem Fall sehen sie die Qualität der Patientenversorgung direkt betroffen.

Stadtverwaltung in der Pflicht

Nun liegt der Ball bei der Dessauer Stadtspitze, die über die Vertragsverlängerung entscheiden muss. Die öffentliche Stellungnahme der Chefärzte erhöht den Druck auf die politischen Entscheidungsträger erheblich. Die Mediziner haben deutlich gemacht, dass sie die derzeitige Führung nicht nur akzeptieren, sondern aktiv unterstützen und für den weiteren Erfolg des Klinikums als unverzichtbar erachten.

Diese Solidaritätsbekundung aus den eigenen Reihen ist im deutschen Krankenhauswesen eher ungewöhnlich und zeigt, wie sehr die Geschäftsführer das Vertrauen ihrer medizinischen Leitungsebene gewonnen haben. Die Entscheidung der Stadt wird nun mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt werden.

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