Im Erpressungsfall um den Babynahrungshersteller Hipp ist die genaue Giftmenge in einem der sichergestellten Gläschen ermittelt worden. Wie die Staatsanwaltschaft Eisenstadt mitteilte, enthielt das in Österreich entdeckte Gläschen der Firma Hipp 15 Mikrogramm Rattengift. Eine toxikologische Untersuchung soll nun klären, welche Auswirkungen diese Menge auf Babys oder Kleinkinder haben kann.
Giftfund in Österreich
Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft betonte, dass sich die Angabe von 15 Mikrogramm ausschließlich auf den Fund in Österreich beziehe. Über den Giftgehalt der in Tschechien und der Slowakei gefundenen Hipp-Gläser könne damit keine Aussage getroffen werden. Insgesamt wurden in den drei Ländern fünf manipulierte Babynahrungsgläser mit Rattengift entdeckt. Ein weiteres Glas wird im österreichischen Burgenland noch vermisst.
Erpressung gegen Hipp
Ein Unbekannter versucht, den deutschen Babykosthersteller Hipp mit der Vergiftung von Babynahrung zu erpressen. Das Unternehmen mit Sitz in Pfaffenhofen an der Ilm berichtete, dass der Erpresser eine Nachricht an ein unpersonalisiertes Sammelpostfach geschickt habe. Hipp richtete einen internen Krisenstab ein und betonte, dass das deutsche Sortiment nicht betroffen sei.
Ermittlungen laufen
Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe namens „Glas“ bei der Kriminalpolizei Ingolstadt eingerichtet. Diese arbeitet nach Angaben von Sprecherin Michaela Grob auf Hochtouren und kooperiert mit den Behörden in den betroffenen Ländern. Die Ermittlungen zu dem Fall laufen auf Hochtouren.



