Rund 400 Supermärkte in Nordrhein-Westfalen sind betroffen: Rewe Dortmund hat mehrere Wurstprodukte wegen des Verdachts auf gefährliche Ehec-Bakterien zurückgerufen. In einer Probe einer Schinken-Zwiebelmettwurst wurde ein Shiga-Toxin bildender Escherichia coli-Stamm (STEC) nachgewiesen, der zu den Ehec-Bakterien zählt. Das Unternehmen warnt dringend vor dem Verzehr der betroffenen Produkte.
Betroffene Produkte im Detail
Die Rückrufaktion betrifft Artikel mit dem Verbrauchsdatum 28. April 2026. Konkret geht es um eine an der Selbstbedienungstheke erhältliche Schinken-Zwiebelmettwurst der Rewe Dortmund-Hausmarke mit 200 Gramm Gewicht. Zudem werden folgende Produkte zurückgerufen, die an der Bedienungstheke gekauft wurden: Zwiebelmettwurst 200 Gramm (verkauft seit 13. April 2026), Zwiebelmettwurst-Kugeln 90 Gramm (verkauft seit 13. April 2026) und Zwiebelmettwurst im Ring 650 Gramm (verkauft seit 13. April 2026). Nicht betroffen sind Produkte mit abweichenden Verbrauchsdaten.
Gesundheitsrisiken durch STEC
Der nachgewiesene STEC-Stamm kann schwere gesundheitliche Folgen haben, darunter blutiger Durchfall und Nierenschäden. Rewe Dortmund rät Personen, die die Wurst verzehrt haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, dringend, ärztliche Hilfe aufzusuchen. Kunden können die betroffenen Produkte in allen Rewe-Märkten in Nordrhein-Westfalen zurückgeben und erhalten den Kaufpreis erstattet – auch ohne Kassenzettel.
Absatzgebiet und Hintergrund
Das Absatzgebiet von Rewe Dortmund umfasst etwa 400 Filialen in Nordrhein-Westfalen, insbesondere im Ruhrgebiet, am Niederrhein sowie im Sauer- und Münsterland. Die Wurst wurde seit Mitte April verkauft. Ehec-Bakterien wurden deutschlandweit im Frühsommer 2011 bekannt, als es zu einer großen Epidemie mit Darmentzündungen und blutigem Durchfall kam. Damals infizierten sich 3842 Menschen, 855 entwickelten das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), und 53 starben. Die Ursache war damals lange unklar: Zunächst standen Gurken aus Spanien im Verdacht, später wurden Sprossen von ägyptischen Bockshornkleesamen als Quelle vermutet, was jedoch angezweifelt wurde.



