Der VfB Stuttgart hat den Einzug in das DFB-Pokalfinale perfekt gemacht. In einem packenden Halbfinale setzten sich die Schwaben mit 2:1 (0:1) nach Verlängerung gegen den SC Freiburg durch. Damit steht der Titelverteidiger am 23. Mai im Berliner Olympiastadion dem FC Bayern München gegenüber, der sich am Mittwoch mit einem 2:0-Sieg bei Bayer Leverkusen für das Endspiel qualifiziert hatte.
Später Matchwinner Tiago Tomás
Die Partie vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann war von Beginn an hitzig geführt. Bereits nach 15 Minuten zeigte Schiedsrichter Tobias Welz vier Gelbe Karten. Freiburg ging durch Maximilian Eggestein in der 28. Minute in Führung, der einen Kopfball von Matthias Ginter aus kurzer Distanz ins Tor verlängerte. Der VfB drängte vor der Halbzeit auf den Ausgleich, doch Ermedin Demirovic (40.), Jamie Leweling (44.) und Deniz Undav (45.+3) scheiterten knapp.
Nach dem Seitenwechsel blieb Stuttgart dominant. Chris Führich (49.) vergab eine gute Gelegenheit, und Florian Müller, der im Pokal erneut den Stammtorhüter Noah Atubolu ersetzte, hielt einen Schuss von Angelo Stiller fest (60.). Auf der Gegenseite vergab Yuito Suzuki die Entscheidung, ehe Deniz Undav in der 70. Minute der Ausgleich gelang – sein abgefälschter Schuss landete wenig später am Pfosten (82.). Müller rettete Freiburg in der Schlussphase gegen Führich (90.+2) und Undav (90.+4) in die Verlängerung.
In der Verlängerung traf Führich zunächst den Pfosten (96.), und Müller parierte glänzend gegen El Khannouss (103.). Dann schlug die Stunde von Tiago Tomás: Der eingewechselte Stürmer erzielte in der 119. Minute den Siegtreffer und wurde zum Matchwinner. Trainer Sebastian Hoeneß zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „Die Mannschaft hat eine unglaubliche Moral bewiesen. Wir haben Blut geleckt und wollen den Pokal erneut in die Höhe stemmen.“
Freiburg verpasst erste Titelchance
Für den SC Freiburg war es eine bittere Niederlage. Nach der Führung durch Eggestein hatte das Team von Trainer Christian Streich lange Zeit alles im Griff, verpasste aber die Entscheidung. Nun wartet auf die Breisgauer die nächste Bewährungsprobe: In der Europa League treffen sie am 30. April und 7. Mai auf Sporting Braga, um sich ein Ticket für das Finale zu sichern. Vincenzo Grifo hatte vor der Partie betont, man wolle den „Flow“ der vergangenen Wochen mitnehmen, doch im Pokal reichte es nicht.
Finale gegen Bayern München
Das Endspiel am 23. Mai wird eine Neuauflage der Pokalfinals von 1986 und 2013, die beide die Bayern für sich entschieden. Für den VfB Stuttgart ist es die Chance, die erfolgreiche Titelverteidigung zu perfektionieren und an den Triumph gegen Arminia Bielefeld im Vorjahr anzuknüpfen. Die Mannschaft von Sebastian Hoeneß kämpft zudem in der Bundesliga um den direkten Einzug in die Champions League. Die Vorfreude auf das Finale in Berlin ist riesig – sowohl bei den Spielern als auch bei den Fans.



