Studie prognostiziert alarmierenden Anstieg: Fast zwei Milliarden Menschen mit Fettleber bis 2050
Fettleber-Studie: 1,8 Milliarden Betroffene bis 2050 erwartet

Fettleber-Erkrankungen nehmen weltweit dramatisch zu

Eine aktuelle Studie, die im renommierten Fachjournal The Lancet Gastroenterology & Hepatology veröffentlicht wurde, prognostiziert einen alarmierenden Anstieg von Fettlebererkrankungen in den kommenden Jahrzehnten. Laut den Forschungsergebnissen könnten bis zum Jahr 2050 weltweit etwa 1,8 Milliarden Menschen von dieser Stoffwechselstörung betroffen sein.

Besorgniserregende Entwicklung mit klaren Geschlechterunterschieden

Die Studie zeigt eine deutliche Zunahme der Erkrankungszahlen im Zeitverlauf. Waren im Jahr 1990 noch etwa 0,5 Milliarden Menschen weltweit von einer Fettleber betroffen, stieg diese Zahl bis 2023 bereits auf 1,3 Milliarden an. Besonders auffällig ist dabei, dass die Erkrankung bei Männern häufiger auftritt als bei Frauen. Die meisten betroffenen Männer waren laut der Untersuchung zwischen 35 und 39 Jahren alt, während Frauen typischerweise zwischen 55 und 59 Jahren erkranken.

Hauptursachen und regionale Unterschiede

Als Hauptgrund für die Entstehung einer Fettleber identifiziert die Studie einen hohen Blutzuckerspiegel. Auf Platz zwei der Risikofaktoren liegt Übergewicht (Adipositas). Die wachsende Weltbevölkerung und die zunehmende Verbreitung von Stoffwechselerkrankungen werden laut den Forschern maßgeblich zu diesem besorgniserregenden Trend beitragen.

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Obwohl die Zahl der Erkrankten weltweit steigt, zeigt die Studie regionale Unterschiede: Die Stoffwechsel-bedingte steatotische Lebererkrankung (MASLD), wie die Fettleber im Fachjargon genannt wird, tritt überproportional häufig im Nahen Osten und in Nordafrika auf.

Gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen

Eine Fettleber verursacht in frühen Stadien häufig keine spürbaren Symptome, weshalb viele Betroffene nichts von ihrer Erkrankung wissen. Unbehandelt kann sie jedoch schwerwiegende Folgen haben und das Risiko für Leberzirrhose und Leberkrebs deutlich erhöhen.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind ebenfalls beträchtlich. Laut dem Stoffwechselforscher Tim Hollstein liegen die gesamten volkswirtschaftlichen Kosten von Übergewicht und Adipositas in Deutschland bei etwa 2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zum Vergleich: Dieser Betrag übersteigt die aktuellen Ausgaben für die Landesverteidigung.

Prävention und Behandlung

In frühen Stadien lässt sich eine Fettleber in der Regel durch eine Umstellung der Lebensweise behandeln. Experten betonen jedoch, dass viele Menschen trotz theoretischen Wissens über gesunde Ernährung im Alltag scheitern. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Lebensstiländerungen bleiben daher entscheidend, um der weiteren Ausbreitung dieser Erkrankung entgegenzuwirken.

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